2. Golf-Bundesliga : GCA schon fast wieder erstklassig

Altenholfs Däne Nikolaj Hansen (li.) nimmt die Glückwünsche von Dr. Bernd Ruge, dem Vorsitzenden des Förderkreis im GC Altenhof entgegen. Hansen benötigte 72 Schläge für seine Einzelrunde. Ein Topwert.
Altenholfs Däne Nikolaj Hansen (li.) nimmt die Glückwünsche von Dr. Bernd Ruge, dem Vorsitzenden des Förderkreis im GC Altenhof entgegen. Hansen benötigte 72 Schläge für seine Einzelrunde. Ein Topwert.

Die Altenhofer Golfer gewinnen ihren Heimspieltag der 2. Bundesliga Nord und haben nun am letzten Spieltag allerbeste Chancen den direkten Wiederaufstieg zu schaffen. Für die GCA-Damen ist der Aufstieg auch noch möglich.

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22. Juli 2014, 06:00 Uhr

Glückwünsche zum direkten Wiederaufstieg in die 1. Golf-Bundesliga nehmen die Herren des GC Altenhof noch nicht an. Natürlich nicht, denn einen Spieltag gibt es ja noch. Jedoch müssten die Altenhofer schon einen rabenschwarzen Tag erwischen, um am 3. August auf der Anlage von Rethmar Golf Links nicht als Aufsteiger festzustehen. Die Vorarbeit leistete die Mannschaft von Trainer Nils Sallmann am Sonntag. Der Sieg am Heimspieltag vor dem GC Hamburg-Ahrensburg und dem G&LC Berlin-Wannsee beschert den Altenhofern eine sehr angenehme Ausgangslage. Schon Platz drei am fünften und letzten Spieltag reicht, um sich wieder erstklassig nennen zu dürfen.

Nicht ganz so ideal lief es dagegen für die Frauen des GC Altenhof. Sie kamen am 4. Spieltag der 2. Bundesliga Nord auf dem Platz des GC Hamburg-Ahrensburg nicht über den vorletzten Rang hinaus. Dadurch gaben die Schützlinge von Trainer Yannick Oelke die Tabellenführung an den L&GC Hamburg-Hittfeld ab. „Klar sind wir nicht zufrieden mit dem Tagesergebnis und der Leistung“, sagt Oelke. „Aber das Team hat sich vorgenommen am letzten Spieltag nochmal Vollgas für den Aufstieg zu geben. Unsere Chancen sind nicht so schlecht.“

In den Einzeln konnten die GCA-Damen auf dem langen Platz in Ahrensburg sogar durchaus überzeugen und lagen vor den Vierern auf Rang zwei. Jedoch lief es in der Nachmittagsrunde nicht mehr. „Wir haben in allen Vierern nicht gut gespielt“, weiß Oelke. Er glaubt jedoch nicht, dass der Leistungsabfall den hohen Temperaturen geschuldet war. „Die Frauen haben sechs Liter getrunken und dazu noch Elektrolyte aufgenommen. Wir waren gut vorbereitet und wurden auch gut versorgt“, sagt Oelke. Er sieht andere Gründe für die schlechten Vierer: „Wir haben zu wenige Grüns getroffen, und dann sind auch zu wenige Puts gefallen. Insgesamt haben wir deutlich schlechter geputtet als die anderen Teams.“ Damit ist der Trainingsschwerpunkt für die kommenden zwei Wochen bis zum Finalspieltag auf der Anlage des GC Stolper Heide auch gefunden.

Durch den Tagessieg der GC Stolper Heide in Ahrensburg und das nicht so gute abschneiden des GC Altenhof und des G&LC Hamburg-Hittfeld kommt es am letzten Spieltag nun zu einem Dreikampf um den Aufstieg. Stolper Heide hat als Gastgeber natürlich einen Vorteil, liegt allerdings als Dritter schon zwei Punkte hinter Hittfeld und einen Punkt hinter dem GCA zurück. „Es wird ein ganz spannender fünfter Spieltag. Wir wollen unsere Fehler abstellen und dann gut vorbereitet in zwei Wochen antreten, um in die 1. Liga aufzusteigen. Das haben wir intern jetzt als Ziel besprochen“, so Oelke.

Bei den Herren ist die Ausgangslage wesentlich klarer. Um es auf den Punkt zu bringen: Die GCA-Golfer können sich eigentlich nur noch selbst schlagen. Davon ist aber kaum auszugehen. Das Sallmann-Team stellt die konstanteste Mannschaft in dieser Saison. Zwei Spieltagssiege und zwei zweite Plätze belegen das. So war es auch auf der heimischen Anlage vor den Toren Eckernfördes. Die Herausforderer aus Berlin und Ahrensburg hatten sich viel vorgenommen, doch die Altenhofer spielten nicht mit. Sie zeigten erneut eine starke Teamleistung, wobei allein die 83 von Longhitter Christoph Schröder etwas abfiel. „Er hatte drei, vier richtig schlechte Schläge, was dann eben eine 83 bedeutet. Das hat ihn persönlich am meisten geärgert“, sagt Herrencoach Nils Sallmann, der sich zudem freut: „Im Vierer hat Christoph dafür wieder voll überzeugt. Das habe ich ihm gegönnt.“ Wobei selbst die Runde von Schröder unter anderen Windbedingungen sicher deutlich besser ausgefallen wäre. Sallmann glaubt: „Der starke Wind hat jedem Spieler auf seiner Runde bestimmt bis zu fünf Schläge gekostet.“ So erklärt es sich auch, dass es keine besseren Runden, als die von Marco Willenbrock (Rethmar) und Nikolaj Hansen vom GC Altenhof gab, die jeweils 72 Schläge brauchten.

„Für uns ist dieser Spieltag perfekt gelaufen“, sagt Sallmann in Hinblick auf die Konkurrenten und auch auf die eigenen Zielvorgaben. Nicht ohne Risiko nahm der GCA vor dem Spieltag die Favoritenrolle selbstbewusst auf sich. Doch dem Druck waren die acht Golfer gewachsen. Die Vorgaben vom Trainer, auf den Löchern 14 und 17 defensiv zu spielen, wurden zudem erfolgreich umgesetzt. „Meine Spieler wussten: Das ist der entscheidende Spieltag. Die Leistung vom gesamten Team hat mir imponiert“, ist Nils Sallmann stolz, der dank der guten Leistungen seiner Schützlinge auch das Bruderduell für sich entschied. André Sallmann, Trainer der Ahrensburger, wurde über das Wochenende bei seinem Bruder aufgenommen. „Es gab zwar ein paar Sticheleien, wie es unter Brüdern üblich ist, aber nach unserem Sieg hat er mir fair gratuliert“, erklärt Nils Sallmann gut gelaunt.

Sollte der Aufstieg am 3. August gelingen, wird es danach eine Sitzung im Club geben, in der besprochen wird, wie die Altenhofer ihr zweites Erstliga-Abenteuer angehen werden. Sallmann ist ehrlich: „In der aktuellen Besetzung wird es wieder schwer.“ Ob der GCA eine sogenannte Fahrstuhlmannschaft wird, die immer zwischen 1. und 2. Bundesliga pendelt, oder es Änderungen am Kader geben wird, wird dann offen diskutiert werden.

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