FUSSBALL VERBANDSLIGA : Garbit Temirgan lässt den ESV jubeln

Die Erlösung! Garbit Temirgan (Mitte) feiert umringt von Nicolas Lietz (links) und Sönke Matthiesen seinen Last-Minute-Treffer.
Die Erlösung! Garbit Temirgan (Mitte) feiert umringt von Nicolas Lietz (links) und Sönke Matthiesen seinen Last-Minute-Treffer.

In der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost lag der Eckernförder SV im Derby gegen den Rendsburger TSV bis acht Minuten vor dem Ende 1:2 hinten – dann drehte Einwechselspieler Garbit Temirgan mächtig auf.

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10. März 2014, 06:30 Uhr

Was für ein Start in die Rückserie der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost! Im ersten Spiel des Jahres bekam es der Eckernförder SV im Heimspiel mit dem Rendsburger TSV zu tun. Die Zuschauer bekamen ein typisches Kreisderby geboten, das seinen Reiz in erster Linie aus dem Kampf und der Spannung zog – mit einer turbulenten Schlussphase als Sahnehäubchen.

Die Gastgeber waren zu Beginn das Spiel bestimmende Team. Folgerichtig ging der ESV auch durch Tim Schikorr in Führung (5.). Fynn Gerlach steckte den Ball gekonnt durch in den Strafraum, wo der ESV-Angreifer aus elf Metern vollstreckte. Doch danach gab es einen deutlichen Bruch im Spiel der Gastgeber. Die Rendsburger hatten nun mehr vom Spiel, ohne sich allerdings hochkarätige Chancen herauszuspielen. Sie profitierten jedoch von zwei Fehlern der Eckernförder Außenverteidiger Nicolas Lietz und Timo Bamler, die Dennis Schnepel per Foulelfmeter (30.) und Jonas Heider (36.) nutzten, um das Spiel zu drehen.

In der Halbzeitpause bewies ESV-Coach Stefan Mackeprang mit den Einwechslungen von Eduard Moor und Garbit Temirgan ein „goldenes Händchen“. Während ersterer für ordentlich Betrieb auf der rechten Außenbahn sorgte und mehrere Chancen der Gastgeber vorbereitete, avancierte Temirgan zum Matchwinner. Bereits mit seinem ersten Ballkontakt gab er einen Warnschuss auf das Rendsburger Tor ab, doch Gästekeeper Sören Wiechert stand richtig. Auf der Gegenseite brachte ESV-Innenverteidiger Henning Ströh Mustafa Korkmaz im Strafraum zu Fall. Schnepel legte sich zum zweiten Mal den Ball auf den Elfmeterpunkt, doch diesmal parierte Torhüter Tim Steingräber den unplatzierten Schuss. Es gab in der Folge Chancen auf beiden Seiten. Es dauerte aber bis zur 82. Minute, ehe Temirgan den erlösenden Ausgleich und kurz vor Schluss sogar noch den frenetisch gefeierten Siegtreffer für die Eckernförder erzielte.

Mackeprang: „Ich freue mich sehr über die drei Punkte, auch wenn das Spiel sicherlich nicht gut war. Wir haben zum Teil wirklich kindische Fehler gemacht. Loben muss ich aber die Moral der Mannschaft, die nie aufgesteckt hat, auch wenn noch nicht alles wunschgemäß lief.“ RTSV-Coach Christian Heider sagt: „Eigentlich muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen, denn sie hat ein gutes Spiel gezeigt. Wir haben nur vergessen, das 3:1 und 4:1 zu erzielen. Die Schlussphase war bitter für uns, dennoch müssen wir jetzt wieder nach vorne schauen.

ESV: Steingräber - Lietz, Ströh, Mettig, Bamler - Smit, Medler (46. Temirgan), Goos, Gerlach (67. Matthiesen) - Schikorr, Hindersmann (46. Moor)

RTSV: Schmidt (24. Wiechert) - Müller, Herzig, Chr. Heider, Ja. Heider - Jo. Heider (79. Kaba), Lehmann, Mu. Korkmaz, Schnepel - Ma. Korkmaz, Hehlert

SR: Siegmund (TuS Rotenhof) - Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Schikorr (5.), 1:1 Schnepel (30.; FE), 1:2 J. Heider (36.), 2:2, 3:2 Temirgan (82., 89.).

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