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neunte adventsmeile : Ganz Dänischenhagen ist adventlich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Auch in diesem Jahr war die Veranstaltung des Handels-und Gewerbevereins am Wochenende der Publikumsmagnet. Die Unterstützung und Betreuung von Flüchtlingen wurde ebenfalls thematisiert.

Die gesamte Gemeinde war auf den Beinen, und auch im Umland ist die „Adventsmeile“, die dieses Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet, längs mehr als nur ein Geheimtipp. Zwischen Schusterkamp und Mühlenstraße gab es an 23 Stationen einiges zu entdecken, zu erleben und zu genießen. Alle teilnehmenden Betriebe, Schulen, Verbände und Vereine hatten sich, angeregt vom Handels- und Gewerbeverein Dänischenhagen , viel Mühe gemacht, um die zahlreichen Besucher in Adventsstimmung zu versetzen. Die teilnehmenden Gewerbetreibenden erwiesen sich alle als sehr gastfreundlich . Fast überall gab es heiße Getränke, Backwerk oder auch mal etwas Pikantes für die Besucher, die bei unfreundlichem, regnerischen Wetter unterwegs waren.

Im „Fachwerk 13“ stöberten Brunhilde Wagnetz aus Altenholz und Dörte Wilde aus Friedrichsort in liebevoll handgefertigten Dekorationen. „Wir sind jedes Jahr hier, das ist schon eine richtige Tradition geworden.“ erklärte Dörte Wilde. Später sollten hier wie am Vortag Asylbewerber aus Eritrea auf selbstgebauten Instrumenten musizieren. Etwas weiter die Dorfstraße entlang gab es beim Serviceteam Hoffmann im überdachten Carport viele Schätze aus vergangenen Zeiten, Möbel, Deko und einen Feuerkorb, indem stets ein wärmendes Feuer brannte. Dort stöberte Renate Berendt-Beyer und begrüßte den Weihnachtsmann, der ständig auf der Adventsmeile unterwegs war und sich Gedichte aufsagen ließ. Sein prallgefüllter Sack war voller Überraschungen für die Kinder und auch der eine oder andere Erwachsene sagte ein Weihnachtsgedicht auf und erhielt eine kleine Belohnung.

Brigitte Berendt-Beyer arbeitet ehrenamtlich als Deutschlehrerin in der Flüchtlingshilfe Dänischer Wohld und wünschte sich vom Weihnachtsmann, dass die Menschen diese wichtige Arbeit mehr wertschätzen und noch mehr sich in der Flüchtlingshilfe engagieren: „In der Schule für Flüchtlinge betreuen 25 Lehrkräfte 45 Asylbewerber, die Deutsch lernen möchten – alles zu koordinieren und zu organisieren ist eine logistische Meisterleistung“, so die engagierte Ehrenamtlerin.

Nachdem sie in der Tierarztpraxis Ripken phantasievoll geschminkt worden waren, ließen sich Johanna und Pia (beide 5 Jahre ) aus Gettorf in der Eckernförder Bank dann noch Glitzertatoos auf die Arme machen: „Und jetzt wollen wir zur Schule, basteln“ erklärte Pia. In „Annies Stübchen“ hatte Lise Kaffl-Brauckmann sich in einen schlichten, aus Wacholderzweigen gebundenen Kranz verliebt: „Dieser Duft ist unglaublich – den kann ich hier nicht hängen lassen“ meinte die Dänisch-Nienhoferin entzückt und erstand den wohlriechenden Kranz. Es war eine gute Idee des Gewerbevereins, ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen auszuloben, für die an jeder der 23 teilnehmenden Stationen Stempel gesammelt werden mussten.

So wurden alle teilnehmenden Gewerbe besucht und auch die überall aufgestellten „Spendenschweine“, deren Inhalt an die Flüchtlingshilfe gehen sollte, waren gut gefüllt. Christiane von Reinersdorff, Koordinatorin der Flüchtlingshilfe im Amt Dänischenhagen, freute sich, dass die angebotenen Schnupperkurse in Arabisch und Persisch gut besucht wurden. „Auch wenn man sich sicherlich nicht viel aus der Unterrichtsstunde merken können wird, so kann man anschließend besser nachvollziehen, vor welchen Schwierigkeiten die Flüchtlinge stehen, die mit einer fremden Sprache und dazu noch anderen Schriftzeihen konfrontiert werden“, stellte die Koordinatorin fest. Zusammen mit der ehrenamtlichen Deutschlehrerin Brigitte Berendt-Beyer hielt sie ein Flipchart-Blatt hoch, in dem einige Namen und Begriffe in Deutsch, Arabisch und Persisch gegenübergestellt waren.

Im Amtsbereich Dänischenhagen, der insgesamt ungefähr 9000 Einwohner hat, seien zur Zeit 80 Flüchtlinge untergebracht, weiß Dr. Erwin Jordan, ebenfalls Koordinator der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Auf dem Land klappe die Integration besser als in den Großstädten, und auch Veranstaltungen wie die Dänischenhagener Adventsmeile leistetn dazu einen wertvollen Beitrag, ist sich der Kordinator sicher.


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