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Eckernförder Zeitung

23. August 2017 | 03:11 Uhr

Holtsee : Gänse werden jetzt geschossen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Kreisverwaltung Rendsburg-Eckernförde hat der Gemeinde Holtsee eine Ausnahmeregelung zur Bejagung von zehn Kanadagänsen erteilt. Seit Jahren sind die Tiere eine Plage am See und verunreinigen die Uferzone.

Jetzt macht die Gemeinde ernst. Nachdem Lärm und Absperrungen die Kanadagänse nicht davon abhielten, immer wieder zum Holtsee zurückzukehren, wird nun scharf geschossen. Die zuständige Behörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde hat einem Antrag Holtsees stattgegeben und eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Wie Bürgermeister Jens-Peter Frank (SPD) auf der Gemeinderatssitzung in dieser Woche mitteilte, dürfen bis zum 31. Oktober zehn Gänse geschossen werden. Eine nachhaltige Dezimierung des Bestandes wird dadurch zwar nicht erwartet, Ziel sei es vielmehr die Tiere zu vergrämen. Andreas Brück von der Genehmigungsbehörde des Kreises ist selber vor Ort gewesen, um sich ein Bild von der Gänsepopulation zu machen. „Diese hohe Zahl an Gänsen auf so einem kleinen See hat mich schon erschrocken, sagte Brück auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung.

Ab dem 1. November sind die Kanadagänse auch ohne Ausnahmeregelung bis zum 15. Januar bejagbar. Danach beginnt die Brutzeit und damit der Schutz der Tiere.

Der Gemeinde war es aber wichtig, frühzeitig mit dem Bejagen zu beginnen, solange noch viele Tiere auf dem See sind. Geschossen werden dürfen die Gänse von dem zuständigen Jagdpächter.

Schon seit Jahren sind die Gänse der Gemeinde ein Dorn im Auge. Rund 50 bis 70 Tiere sind es, die während der Badesaison den Uferbereich mit Kot und Federn verunreinigen. Im Laufe des Jahres werden es aber schnell mehr. „300 haben wir kürzlich gezählt“, so Frank gegenüber der EZ.

Ein Vergrämungsgerät, das mit lauten Knallgeräuschen die Tiere verscheuchen sollte, zeigte zwar Wirkung, sorgte aber auch für Beschwerden der Anwohner. Ein Zaun vor der Uferzone hielt die Tiere zwar während der Mauser auf, sobald die Gänse flugfähig waren, stellte der Zaun kein Hindernis mehr dar.

Wann Jagdpächter Hans-Michow Schröder mit der Jagd loslegen wird, konnte Frank noch nicht sagen. Denn derzeit haben die Jäger ganz andere Tiere im Visier. „Die Maisernte steht an, und die Jäger machen jetzt Jagd auf die Wildschweine“, sagte Holtsees Gemeindechef. Die Bevölkerung werde aber rechtzeitig informiert, wenn der See zum Jagdrevier wird, versicherte Frank.


 

 

 

 

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erstellt am 04.Okt.2013 | 07:30 Uhr

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