Eckernförder Hafenbereich : Gaehtjestraße soll neue Promenade erhalten

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Die Promenade der Gaehtjestraße soll zwischen Steindamm und Vogelsang inklusive eines Stegs neu angelegt werden.
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Die Promenade der Gaehtjestraße soll zwischen Steindamm und Vogelsang inklusive eines Stegs neu angelegt werden.

Die Stadt möchte die Gaehtjestraße wasserseitig durch eine neue Promenadenanlage mit Steg aufgewertet

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10. September 2019, 17:14 Uhr

Eckernförde | Die Wasserseite der Gaehtjestraße wird nicht bebaut. Die Stadt fühlt sich nach wie vor an das Votum des Bürgerentscheids vom 5. Februar 2017 gebunden. 72,9 % der Wahlberechtigten hatten sich seinerzeit gegen eine wasserseitige Bebauung ausgesprochen.

Gaehtjestraße erneut im Fokus

Jetzt ist die Gaehtjestraße erneut im Fokus. Häuser sollten dort zwar nicht entstehen, aber die Stadt plant eine gestalterische Aufwertung der Promenade inklusive des „Pflanzhügels“ in Verbindung mit Küstenschutzmaßnahmen. Der Kieler Landschaftsarchitekt Jens Bendfeldt stellte das Bauvorhaben, für das die Stadt Fördermittel in Höhe von 50 Prozent einstreichen kann, am Montagabend im Bauausschuss vor. Das Projekt wurde mit 7:4 Stimmen mehrheitlich zur Annahme durch die Ratsversammlung empfohlen.

2000 Quadratmeter werden neu überplant

2000 Quadratmeter ist das Areal groß. Bendfeldt möchte die derzeit unansehnliche Fläche zwischen der Gaehtjestraße, Vogelsang und dem Binnenhafen komplett räumen und die Pavillons, Hochbeete und Einbauten abbrechen und die Fläche neu gestalten. Er hatte vier noch sehr schematische Ideenskizzen dabei, die er den Mitglieder erläuterte.

Mehrheit für Variante 1: Hochbeete, Platz, Bänke und ein Steg

Die Ausschussmitglieder votierten für Variante 1, die wie folgt geplant werden soll: Zur Gaehtjestraße hin entstehen zur Abschirmung neue, zum Hafen hin ansteigende Hochbeete mit Einfassungen aus Naturstein oder Stahl. Es sind drei Durchgänge zur Gaehtjestraße vorgesehen, die angesichts der Hochwassergefahren gleich mit Stutzen für mobile Schutzwände ausgestattet werden sollen. Davor entspannt sich ein neuer, mit Granitsteinen belegter Platz, auf dem es mehrere Natursteinbänke geben soll. Vor der Kaimauer soll ein Holzsteg mit zwei Abgängen und Bänken gesetzt werden. Bendfeldt empfiehlt eine stilvolle, zurückhaltende Illumination – „keine wilden Zickzack-Leuchten“ wie am Hafen.

Kosten 1,1 Millionen Euro netto: Land sagt 50-Prozent-Förderung zu

Dafür veranschlagt der Planer Gesamtkosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro netto (1,32 Millionen Euro brutto) inklusive Abbruch, Wiederherstellung der Fläche und Steg, der mit 375.000 Euro zu Buche schlägt. Die gleiche Planung gab es auch als 1a-Variante ohne Steg, für die sich beispielsweise Rainer Beuthel (Die Linke) ausgesprochen hatte.

Enges Zeitfenster für den Förderantrag

Bürgermeister Sibbel berichtete, dass das Land der Stadt bereits eine Förderzusage von 50 Prozent gegeben habe. Die Entwurfsplanung inklusive Kostenschätzung müsse allerdings spätestens bis zum 20. Dezember eingereicht sein. Das enges Zeitfenster erfordere eine zügige Abarbeitung und Entscheidung der Ratsversammlung. Sibbel betonte, dass die Neugestaltung des Areals in Abstimmung mit der vorgesehenen Erneuerung der Spundwand durch die Stadtwerke einher gehen werde. Die Bushaltestelle soll später im Zuge der künftigen Verkehrsführung im Bereich Steindamm/Gaehtjestraße entfallen.

Auch Küstenschutz wird berücksichtigt

Die Grünen hatten einen Änderungsantrag zum geplanten Bauvorhaben eingebracht, in dem sie auf die Belange des Küsten- und Hochwasserschutzes hinwiesen. Aspekte des Masterplans Küste sollten bei der Baumaßnahmen auch berücksichtigt werden. Die CDU hielt das für entbehrlich und stimmte dagegen.

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