Gaehtjestraße: Die Politik muss liefern

Die Uferseite der Gaehtjestraße soll bebaut werden. Die Vorstellungen der Politik sind Grundlage für die Entwicklung des Bebauungsplans.
Die Uferseite der Gaehtjestraße soll bebaut werden. Die Vorstellungen der Politik sind Grundlage für die Entwicklung des Bebauungsplans.

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06. März 2015, 06:28 Uhr

Markant hat seinen Platz schon geräumt, Aldi wird folgen. Die beiden Einzelhandelsunternehmen, die gerne gemeinsam als gute Nachbarn auftreten, haben aus unterschiedlichen Gründen kein Interesse mehr, sich an der neuen Nooröffnung niederzulassen (wir berichteten). Nach Auskunft der Stadt setzt Markant strategisch auf größere Märkte am Stadtrand, Aldi auf größere, selbsterrichtete Märkte wie zum Beispiel in Fahrdorf. Dennoch dürfte es an der Nooröffnung einen Markt geben. Nach Auskunft von Bürgermeister Jörg Sibbel am Mittwochabend im Bauausschuss gibt es einen „relativ verbindlichen“ Interessenten, der sich auf dem Parkplatz am Schulweg gegenüber dem EZ-Verlagshaus ansiedeln möchte. Weitere Details nannte er nicht. Und sollte es zum Bau des Kino-Komplexes am Bahnhof kommen, dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit auch dort ein Einzelhandelsunternehmen einen Markt eröffnen.

Alexandra Dahmen, Projektleiterin Eckernförde beim Sanierungsträger BIG für die Nooröffnung, gab im Bauausschuss einen aktuellen Überblick über den Planungsstand für das Projekt Nooröffnung. Nach dem Absprung der beiden Märkte seien zwei Bebauungspläne zu einem zusammengelegt worden, um dort den gewonnenen planerischen Freiraum durch für die Ausweisung eines Mischgebietes mit Wohnen und Gewerbe zu nutzen. Um konkrete Aussagen, Nutzungsvorstellungen und Vorgaben in der Bauleitplanung zu verankern, „brauchen wir Ihre Vorstellungen zur Bebauung der Gaehtjestraße sowie die Ergebnisse des Investorenwettbewerbs“, machte sie den Politikern deutlich.

Herbert Kreis (Bürger-Forum) regte an, die Sache statt mit einem aufwändigen Investorenwettbwerb lieber mit einem weniger kostspieligen Ideenwettbewerb anzukurbeln. Martin Klimach-Dreger (SPD) entgegnete, dass man bei der geplanten Bürgerbeteilung mit Workshop und Einwohnerversammlung genügend Ideen einsammeln werde, die in den Investorenwettbewerb einfließen werden.

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