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Keine Häuser an der Wasserkante : Gaehtjestraße: Bürgerinitiative bereitet Bürgerbegehren vor

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ möchte die Bebauung an der Gaehtjestraße verhindern. Sie plant ein Bürgerbegehren, um einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Rund 1600 Unterschriften sind dafür nötig.

Eckernförde | Im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der Bürgerinitiative „Bauen in Eckernförde“ stand die Frage einer möglichen Bebauung der Rabatte zwischen Binnenhafen und Gaehtjestraße. Mit überwältigender Mehrheit sprachen sich die Teilnehmer dafür aus, das dort auf jegliche Bebauung verzichtet und dass zur Durchsetzung dieser Forderung ein Bürgerbegehren angestrengt werden sollte. Nach eingehender Beratung im Innenministerium sei bereits ein entsprechender Fragebogen entworfen worden, der den wahlberechtigten Eckernförder Bürgern zu gegebener Zeit vorgelegt werden soll. Die Stadtverwaltung wurde gebeten, dazu die erforderliche Kostenschätzung zu erstellen. Die Bürgerinitiative geht davon aus, dass die nötigen rund 1600 Unterschriften für eine Nichtbebauung an der Hafenkante erreicht werden, sodass dann die Ratsversammlung zu entscheiden habe, ob sie der Forderung folgen oder einen Bürgerentscheid nach den Regeln einer Kommunalwahl durchführen wolle. Der Ausgang wäre dann für zwei Jahre bindend, teilte die Bürgerinitiative mit.

Viel Beachtung fand auch die Aufforderung des Planungs- und Gestaltungsbeirates in seiner jüngsten Sitzung, mehr Bauvorhaben in öffentlicher Sitzung vorzustellen, „wie wir es aus anderen Städten kennen“. Hier sollten die Investoren „mutiger“ sein, meinte der Vorsitzende Helmut Riemann.

Berichtet wurde von einer Klage im Zusammenhang mit dem „Informationszugangsgesetz“, die ein Mitglied mit Unterstützung durch die Bürgerinitiative eingereicht hat, um sicher zu stellen, dass Baupläne von interessierten Bürgern eingesehen werden dürfen, allerdings nur, soweit sie die Gebäudefassade betreffen, während alle anderen Angaben dem Datenschutz unterliegen. Die Stadt habe dies bisher mit dem Hinweis auf den Datenschutz und Urheberrechte abgelehnt.

Die im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen von Touristikmanager Borgmann vorgestellten Pläne für ein große s Hotel auf dem Exer habe keine Befürworter gefunden, auch eine damit verbundene lange Seebrücke sei bei den Mitglieder auf Ablehnung gestoßen. Besorgt zeigten sich die Sitzungsteilnehmer über den bedenklichen Zustand des Geburtshauses von Lorenz von Stein in der Bergstraße 12. Die Bürgerinitiative habe die Stadt aufgefordert, ihren berühmten Bürger, der als Staatsrechtler in Österreich und Japan bis heute hohes Ansehen genieße, durch den Erhalt des Hauses in der Bergstraße angemessen zu würdigen.

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erstellt am 29.Sep.2015 | 06:40 Uhr

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