FUSSBALL VERBANDSLIGA DERBY-SPLITTER : Fußball ist eben doch nur die schönste Nebensache der Welt

Eckernförder Bank ohne Trainer: Stefan Mackeprang verließ noch währende der ersten Spielhälfte wegen eines Trauerfalls in der Familie die Partie in Dänischenhagen. Co-Trainer Christian Verner (rechts) und Torwarttrainer Andreas Mohr (2.von rechts) coachten die Mannschaft bis zum Abpfiff.
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Eckernförder Bank ohne Trainer: Stefan Mackeprang verließ noch während der ersten Spielhälfte wegen eines Trauerfalls in der Familie die Partie in Dänischenhagen. Co-Trainer Christian Verner (rechts) und Torwarttrainer Andreas Mohr (2.von rechts) coachten die Mannschaft bis zum Abpfiff.

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28. Oktober 2013, 06:00 Uhr

Als hätten sie es geahnt: Die Spieler des Eckernförder SV traten in ihrem komplett schwarzen Auswärtstrikot zum Kreisderby der Verbandsliga-Nordost an. Denn es war wahrlich ein schwarzes Wochenende für die Mannschaft aus dem Ostseebad. Nicht nur, dass sich die Mannschaft, trotz Führung, mit 1:2 geschlagen geben musste, nicht nur dass sich Nicolas Lietz in der Schlussphase zu einer Kurzschlussreaktion hinreißen ließ und dafür die Rote Karte sah, am traurigsten war etwas anderes, dass wieder einmal belegt, dass der Fußball eben doch nur die schönste Nebensache der Welt ist. Es waren ungefähr zehn Minuten gespielt, als sich ESV-Trainer Stefan Mackeprang sein Handy aus der Tasche kramte und sich wenig später damit von der Trainerbank entfernte. Er schüttelte dabei immer wieder seinen Kopf. Das Gespräch ging etwa eine viertel Stunde so weiter, bis Mackeprang sich bei seinem Co-Trainer Christian Verner verabschiedete und mit gesenktem Kopf verschwandt – und auch nicht mehr wiederkam. Was war passiert? ESV-Torwarttrainer Andreas Mohr klärte beim Gang in die Halbzeitpause auf: „Es gab einen Trauerfall in seiner Familie.“ Werner und Mohr entschieden sich dazu, der Mannschaft erst einmal nichts davon zu erzählen. „Wir sind ja keine kleinen Kinder. Es muss ja was passiert sein“, meinte ESV-Torhüter Tim Steingräber zu Beginn der zweiten Hälfte. Als die Spieler nach dem Abpfiff vom Grund erfuhren, war die Niederlage plötzlich ganz weit weg.

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