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Fahrsport : Fulminanter Schlussspurt beschert Robert Blender den fünften Landesmeistertitel

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nur drei Tage nach seinem 59. Geburtstag machte sich Robert Blender mit dem Gewinn des Landesmeister-Titels in der Kombinierten Prüfung der Vierspänner sein größtes Geschenk selbst.

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2015 | 06:00 Uhr

Karlsminde | Mit höchster Geschwindigkeit verließ Robert Blender mit seinem Vierergespann sowie seinen Grooms (Beifahrerinnen) Nicole Merschjohann und Melanie Köster die letzte von fünf Schikanen beim Geschicklichkeitsfahren im Gelände und kam, begleitet vom Beifall der 500 Zuschauer, in neuer Rekordzeit ins Ziel. Würde das für den Gesamtsieg in der Königsklasse, „der Formel I im Fahrsport“, so Moderator Helmut Seynsche, noch reichen? Der bis dahin in der Gesamtwertung vor dem Lokalmatadoren rangierende Jan Tödt (Behrendorf) war verdrängt.

Doch nun hieß es für alle noch einmal bangen, denn die Führende, Sara-Franziska Schulz (Neuendeich), bildete im Gelände den Abschluss des Turniers. Während Blender fehlerfrei die fünf Prüfungen bewältigte, verlor die für den RV Rehagen startende Schulz am Hindernis vier, dem Wasserloch, viel Zeit und Punkte, und fiel so in der Gesamtwertung auf Rang zwei zurück. Damit wurde Robert Blender mit der Landes- und Kreismeisterschärpe geehrt und machte sich damit drei Tage nach seinem 59. Geburtstag selber das größte Geschenk. Es war der fünfte Landestitel in seiner über 30-jährigen Karriere, und ganz nebenbei fiel auch noch der Kreismeistertitel dabei ab. „Güstern weern mien Peer gor nich goot drop, so dat ik nich mehr dormit reken kunn, doch noch ganz vörn to lannen. Ümso mehr freu ik mi“, sagt Blender, dessen besonderer Dank Peter Hoff gilt, der seine „fantastische Anlage“ großzügig zur Verfügung stellte.

Bei den Vierspännern Pony gab es ein Generationenduell zwischen Jürgen Lamp (62; Probsteier RV Schönberg) und Rik Fisser (22), der von Sara Franziska Schulz trainiert wird. Beide Teams lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, nachdem Lamp die Dressur für sich entschied und Fisser das anschließende Hindernisfahren (Kegelfahren) gewann. Auch im Gelände schnitt Fisser besser ab, doch Lamps Vorsprung reichte für den Gesamtsieg, der Landesmeisterschaft.

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