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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 18:33 Uhr

Islandpferde : Fünfgänger auf dem Prüfstand

vom

Große Zuchtveranstaltung auf Gestüt in Osterbyholz / 120 Pferde am Start

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 06:58 Uhr

Ostrbyholz | Seit Dienstag hat sich das Islandpferdegestüt von Peter Neumann und Iris Petrikat in Osterbyholz wieder in die Hochburg für Islandpferde aus aller Welt verwandelt: bis einschließlich Sonntag findet hier die FIZO, die internationale gerittene Zuchtprüfung für Islandpferde statt (wir berichteten). "Es sind über 120 Pferde, hauptsächlich aus den skandinavischen Ländern, am Start. Außerdem kommen einige aus Holland, Frankreich, der Schweiz und aus dem Süden Deutschlands. Es ist sogar ein Pferd aus Kanada dabei", so Gastgeber Peter Neumann, aus dessen Zucht sich der Hengst Emblason von Osterbyholz der dreiköpfigen Jury präsentieren wird.

"Wir sind gespannt. Emblason stammt aus einer Vize-Weltmeisterin, die sehr gute Nachkommen hatte. Der fünfjährige Hengst wurde mit der Flasche groß gezogen, weil seine Mutter kurz nach der Geburt gestorben ist", verrät der Züchter.

Alle Isländer, die im Gegensatz zu anderen Pferderassen neben den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp auch Pass und Tölt zu bieten haben, müssen sich dem kritischen Blick der internationalen Jurykommission stellen. Zunächst wird bei jedem Gangpferd das Gebäude in der Reithalle beurteilt, in welcher extra für die Veranstaltung eine lange Holzbahn errichtet wurde, damit die Fünfgänger auf festem Untergrund stehen. Das hat auch einen ganz bestimmten Grund wie Neumann erläutert: "Der feste Untergrund ist wichtig, um die korrekte Stellung der Gliedmaßen zu erkennen. Bei der Gebäudebeurteilung wird unter anderem auf den Kopf und Widerrist geachtet. Außerdem sind die Hufe und klare Beine wichtig. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Pferde belastbar sind."

Nachdem die Zuchttiere zunächst auf dem "Catwalk" bestehen mussten, standen die Reiteigenschaften auf dem Programm. Auf der 300 Meter langen Passbahn haben die Reiter zehn Bahnen lang Zeit den Richtern die fünf Gänge ihrer Pferde zu präsentieren, für welche diese auch hier Noten bis zehn vergaben.

Einer von wenigen FIZO-Profi-Reitern ist der in Dänemark lebende Isländer Agnar Snorri Stefansson. Er stellt den fünfjährigen Hengst aus der Zucht vom Islandpferdegestüt Osterbyholz vor. "Emblason war ein halbes Jahr zur Vorbereitung bei Agnar in Dänemark. Er reitet ganz fein, ist sehr zuverlässig und ist auch ein sehr leichter Reiter, der das richtige Gefühl besitzt, um auf den Punkt zu trainieren", berichtet der Gastgeber. Doch nicht nur Emblason, auch der Isländer Kommi fra Enighed, wurde für die FIZO von dem Reiter trainiert und präsentiert sich geritten gut. Stefansson ist zufrieden: "Ich bin zufrieden, es hat alles gut geklappt. Besonders gut war der langsame Tölt mit einer 9,5."

Die Pferde werden der Jury nicht nur einmal präsentiert: Jedes Paar hat die Möglichkeit für die Beurteilung der Reiteigenschaft sich ein zweites Mal zu präsentieren. Hierzu Peter Neumann: "Der zweite Durchgang findet am Sonntag statt. Dann kann man die Noten nur verbessern, nicht verschlechtern."

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