"Fünf Freunde" in den Startlöchern

Junge Kinostars auf dem Schleswiger Holm: Quirin Oettl, Justus Schlingensiepen, Valeria Eisenbart und Neele Marie Nickel als Julian, Dick, Anne und George mit Timmy, dem Hund. Foto: constantin film
Junge Kinostars auf dem Schleswiger Holm: Quirin Oettl, Justus Schlingensiepen, Valeria Eisenbart und Neele Marie Nickel als Julian, Dick, Anne und George mit Timmy, dem Hund. Foto: constantin film

In zwei Wochen kommt der Kinofilm nach Enid Blytons Kinderbuchreihe ins Kino / Norddeutschland-Premiere im Schleswiger Capitol-Filmpalast

shz.de von
16. Januar 2012, 06:23 Uhr

Schleswig | Kinoleiter Markus Thiel hat sich extra für diesen Termin einen roten Teppich gekauft. Für wenige Stunden glitzert an der Schlei die große weite Filmwelt. Am Sonnabend, 28. Januar, feiert der Constantin-Filmverleih die Norddeutschland-Premiere des Kinder-Abenteuers "Fünf Freunde" im Schleswiger Capitol-Filmpalast. Regisseur Mike Marzuk wird über den roten Teppich schreiten, ebenso die Produzenten Andreas Ulmke-Smeaton und Ewa Karlström sowie die vier jungen Hauptdarsteller Valeria Eisenbart, Quirin Oettl, Justus Schlingensiepen und Neele Marie Nickel. Noch nicht hundertprozentig sicher ist die Teilnahme des Australian Shepherd "Coffey" aus Lübeck, der im Film Timmy, den Hund, verkörpert.

Im Juni und Juli des vergangenen Jahres war der Film überwiegend in Schleswig und Umgebung gedreht worden. Dennoch war lange Zeit ungewiss, ob das Filmteam in den Norden zurückkehren würde, um das Ergebnis seiner Arbeit hier zu präsentieren. Die Branche feiert ihre Premieren üblicherweise in den großen Metropolen. Dass es in diesem Fall eine Ausnahme gibt, ist dem Einsatz der Tourismusvermarkter von der Ostseefjord-Schlei GmbH (OFS) zu verdanken. Deren Film-Beauftragte Kirsten Schultz hatte immer wieder beim Verleih, bei der Produktionsfirma und bei der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein nachgehakt.

Die Entscheidung für Schleswig fiel erst vor wenigen Tagen, so dass Kinoleiter Thiel nun sein Improvisationstalent beweisen muss - nicht nur beim Verlegen des roten Teppichs. Für den Nachmittag des 28. Januar standen bereits seit längerer Zeit drei Kindergeburtstage in Thiels Reservierungsbuch. Die Partys fallen nicht aus. Sie werden Teil der Premierenfeier.

Die "Fünf Freunde" werden in allen vier Kinosälen gezeigt. Der Platz reicht für 490 Besucher. Alle 200 Komparsen, die an den Dreharbeiten in und um Schleswig mitwirkten, sind eingeladen. Ebenso die Eigentümer der Häuser, die als Kulissen für den Film dienten. Ein Saal ist für Kunden des Sponsors Nord-Ostsee-Sparkasse reserviert. Das gesamte Kinopersonal ist mit Begeisterung bei der Sache. "Der Dienstplan quillt über. Alle melden sich freiwillig", sagt Markus Thiel.

Wer nicht eingeladen ist zur Premierenfeier, kann vor dem Haupteingang zum Kino einen Blick auf die Schauspieler erhaschen. Mit ihrem Eintreffen wird gegen 14 Uhr gerechnet. Von den prominentesten Erwachsenen-Darstellern des Films wie Armin Rohde oder Anja Kling hat sich allerdings niemand für Schleswig angesagt. Diese Stars bleiben der Hauptpremiere vorbehalten, die bereits eine Woche zuvor in München gefeiert wird. "Das ist schade, aber man kann nicht alles haben", sagt OFS-Geschäftsführerin Anke Lüneburg.

Und noch etwas macht die Veranstaltung in Schleswig zu einer Premiere der nicht ganz echten Sorte: Der Film ist für das allgemeine Publikum schon zwei Tage vorher zu sehen. Bundesstart ist am Donnerstag, 26. Januar. Von diesem Tag an laufen die "Fünf Freunde" auch im Capitol-Filmpalast. Markus Thiel stellt sich auf einen absoluten Blockbuster ein. "Wir haben seit Wochen sehr viele Nachfragen von Besuchern, die wissen wollen, wann der Film endlich anläuft."

Insbesondere die Schleswiger Fischersiedlung Holm bildet die Kulisse für das Kino-Abenteuer nach der berühmten Kinderbuch-Reihe von Enid Blyton. Zu den Drehorten zählte auch die Eberhard-Werft in Arnis und ein Gehöft im südlichen Angeln. In dem Film sind die "Fünf Freunde" Julian, Dick, Anne, George und der Hund Timmy Bösewichten auf der Spur, die verhindern wollen, dass Georges Vater Quentin eine bahnbrechende Erfindung gelingt, die den globalen Energiekonzernen ihre Geschäftsgrundlage rauben würde.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen