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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 06:07 Uhr

Gross Wittensee : Führungswechsel in der VHS

vom

Elsbeth Hermann löst Henny Naeve als Vorsitzende der Kommunalen VHS Groß Wittensee ab. Telse Polenski ist stellvertretende Vorsitzende.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 07:28 Uhr

Gross Wittensee | Elsbeth Hermann ist die neue Vorsitzende der Kommunalen Volkshochschule (VHS) Groß Wittensee. Ihre Stellvertreterin ist Telse Polenski. Das Kuratorium der VHS aus Gemeindevertretern und Groß Wittenseer Bürgern hatte die beiden vorgeschlagen, nachdem die bisherige Vorsitzende Henny Naeve und ihr Stellvertreter Peter Teichmann nicht mehr zur Wahl standen. Die Gemeindevertreter wählten die beiden auf ihrer Sitzung am Dienstagabend.

Die 59-jährige Groß Wittenseerin Elsbeth Hermann ist in der VHS keine Unbekannte: Seit 1990 leitet sie den Gymnastikkursus. Auch das Kinderturnen leitete sie. Seit ihrer Kindheit habe sie gerne Sport getrieben, sagte die Sport- und Mathematiklehrerin. Die Teilnehmer seien nett, einige seien auch schon von Anfang an dabei. Auch in der Vorstandsarbeit hat sie Erfahrung: Genauso wie Peter Teichmann war sie bisher stellvertretende Vorsitzende. Teichmann war 30 Jahre lang im Vorstand tätig. Das Programm aufstellen und Pressemitteilungen erstellen - das gehörte bereits zu ihren Aufgaben. Auch für die Gesundheitskurse war sie zuständig. Nun wird sie zusätzlich die Kassenführung übernehmen, die bisher Teichmanns Aufgabe war. "Da muss ich mich noch einarbeiten", sagt sie. "Aber das ist zu bewältigen."

Die Pressearbeit gibt sie an ihre Stellvertreterin Telse Polenski ab. Außerdem wird die 49 Jahre alte freischaffende Künstlerin aus Groß Wittensee für die EDV-Umsetzung des VHS-Programms zuständig sein. "Ich bastele gerade an einer Homepage", berichtet sie. Bis August soll der Internetauftritt fertig sein. Als Leiterin des Freihandzeichenkurses ist Telse Polenski vielen VHS-Interessierten schon bekannt. Einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden wird es nicht mehr geben.

"Das größte Geheimnis, das wir lüften müssen, ist: Wie sprechen wir junge Familien und Kinder an?", betont Polenski. Denn auch an der VHS Groß Wittensee macht sich der demografische Wandel bemerkbar: Während die Nachfrage nach Gesundheitsangeboten wie Wirbelsäulengymnastik und Yoga wächst, wurde das Kindermusikangebot wie musikalische Früherziehung oder Instrumentalunterricht bereits Ende der 90er-Jahre eingestellt. War der Großteil der Kursusteilnehmer früher zwischen 35 und 50 Jahre alt, sind es jetzt viele 50- bis 65-Jährigen, die das Angebot wahrnehmen. Auch Über-65-Jährige gibt es viele. Die Nachfrage verändert sich - das hat Henny Naeve, die 23 Jahre lang an der Spitze der VHS statt, festgestellt. Auch Einzelveranstaltungen wie Konzerte oder Vorträge gibt es aufgrund zu geringer Nachfrage nicht mehr. Ebenso Sprachkurse fanden wenig Interessenten und werden daher nicht mehr angeboten.

"Es müssen auch mal jüngere Menschen ran", erklärt die 73-jährige Henny Naeve ihre Entscheidung, für den Vorsitz der Groß Wittenseer VHS nicht mehr zur Verfügung zu stehen. "Jetzt, wo alles über Computer läuft, müssen Menschen ran, die damit umgehen können."

Der VHS wird sie aber treu bleiben: Seit über 20 Jahren nimmt sie am Literaturkreis teil. Das bringt ihr Spaß: "Man kommt mal aus dem Alltag raus."

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