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Eckernförder Zeitung

22. August 2017 | 11:37 Uhr

Schuhdieb : „Fuchs, Du hast die...“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein Fuchs entpuppt sich als Schuhdieb in Haby / An mehreren Stellen hat Reinecke seine Beute versteckt

Haby | Das bekannte Kinderlied „Fuchs, du hast die Gans gestohlen...“ muss zumindest für die Habyer umgetextet werden. Denn der geheimnisvolle Dieb, der in schöner Regelmäßigkeit nachts vor den Türen abgestellte Schuhe stibitzt, entpuppte sich nun als Fuchs. Bürgermeisterin Gesche Clasen konnte am Donnerstagabend auf der Gemeinderatssitzung von dem ungewöhnlichen Fahndungserfolg berichten.

„In der Straße Sagkuhle sind es gleich mehrere Personen, die ihre Schuhe vermissen“, sagte Alfred Breiheiser auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung. Ab und zu seien die Schuhe, immer Einzelstücke, irgendwo wieder aufgetaucht, andere sind aber bis heute spurlos verschwunden. Das sprach sich im Dorf schnell herum. „Wir haben hier bei uns in der Straße eine WhatsApp-Gruppe, die Sagkuhlen-Connection“, erzählt Breiheiser, „darüber tauschen wir uns aus“. Da war natürlich auch das ominöse Verschwinden der Schuhe ein Dauerbrenner. Zunächst dachte man, ein Hund gehe ungeniert seinem Spieltrieb nach. Um den Übeltäter zu stellen, installierten Alfred Breiheiser und seine Frau Lydia daraufhin eine Fotofallenkamera bei sich am Haus, und tatsächlich: Drei, vier Tage später, tappte der Dieb in die Falle – samt Schuh im Maul. Breiheiser gelang die Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Fuchses.

Ungefähr zu der Zeit hatte auch Arne Hein aus der Schulkoppel ein besonderes Erlebnis. Bei der Feldarbeit stieß er gleich auf mehrere Schuhe, ebenfalls Einzelstücke. Darunter ein roter Flip Flop, ein blauer Kinderfußballschuh, Größe 34, ein Sicherheitsschuh mit Stahlkappe, Größe 44, ein Turnschuh und ein weißer Botten. Allesamt noch ganz gut in Schuss, keine Bissspuren, auch wenn sie draußen doch etwas gelitten haben. Fotos von den Schuhen hatt Familie Hein auch gleich ihrer Bürgermeisterin geschickt. „Die Schuhe scheint aber bislang keiner zu vermissen“, wundert sich Antje Hein, die die Schuhe bei sich zu Hause in Reih und Glied aufgestellt hat. „Aber kein Schuh von uns“, konnte Alfred Breiheiser schon feststellen. Mittlerweile würde alle Familien besser aufpassen, die Schuhe einfach draußen stehen lassen, das ist vorbei.

 

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erstellt am 03.Dez.2016 | 06:00 Uhr

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