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Froschkonzert : Frösche laufen zu Hochform auf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Beim Froschkonzert in Kaltenhofer Moor bei Felm wird es abends laut / Informative Führung mit der Stiftug Naturschutz

Im Kaltenhofer Moor kann der Besucher Zeuge eines außergewöhnlichen Naturschauspiels werden. Jedoch ist dieses nur mit den Ohren und nicht mit den Augen zu genießen. Denn sobald es dunkel wird sind die Teiche erfüllt vom Quaken der Rotbauchunken, Laubfröschen, Moorfröschen und anderen Amphibien. Hauke Drews Leif Rättig und Veronika Breuer von der Stiftung Naturschutz führten die Besucher durch das Gebiet zu den besten Stellen, um den Rufen der Frösche zu lauschen. „Unser Ziel ist es die landschaftliche Schönheit und die biologische Vielfalt zu erhalten“, erklärte Rättig. Dazu gehöre auch, dass den bedrohten Froscharten ein Lebensraum gegeben wird.

Am Teich angekommen, waren die Rufe der Amphibien deutlich zu hören. Durch die Vermischung von Unken und Fröschen entstand ein melodisches Quaken, das auch die Besucher in Staunen versetzte. Vor allem die Lautstärke, mit der die kleinen Tiere nach Partnern riefen war beeindruckend. „Ich hab Frösche noch nie so laut quaken gehört“, sagte Sarah (10).

Insgesamt 120 Besucher wollten sich von der stimmgewaltigen Musik der Tiere überzeugen. Und sie wurden nicht enttäuscht. Sobald es dunkel wurde, setzten die Musiker ein. Im Kaltenhofer Moor war es schwierig den einzelnen Ruf zu verorten. Die Stimmen vermischten sich zu einem Konzert, dass künstlich nicht zu erschaffen ist. „Der Abend symbolisiert das, was wir hier schaffen wollen“, erklärt Rättig. Die Tiere fühlen sich heimisch. Ansonsten würden sie nicht so laut quaken. Doch nicht nur die Amphibien erregten das Interesse der Besucher. Auch die wunderschöne Natur trug zu dem Abend bei. Der Sonnenuntergang über den Bäumen des Stodthagener Forst tauchte die Konzertbühne in mystische Schimmer und verstärkte die Dramatik des Froschkonzertes. Nach einigen Stunden entschied man sich dazu, der Natur nun weiter ihren Lauf zu lassen. Doch noch auf dem Weg aus dem Forst hinaus begleiteten die Laute der Amphibien die Besucher.
 

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