Schulhof : Fritz-Reuter-Schulhof wird grüner

Ausnahmsweise dürfen die Schüler mal zusehen, anstatt selbst anzupacken: Fielmann-Niederlassungsleiter Michael Schmiedel hat den Ahorn-Baum gestern selbst mit eingepflanzt.
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Ausnahmsweise dürfen die Schüler mal zusehen, anstatt selbst anzupacken: Fielmann-Niederlassungsleiter Michael Schmiedel hat den Ahorn-Baum gestern selbst mit eingepflanzt.

Das Projekt „Natur statt Beton“ an der Grund- und Regionalschule schreitet voran. Die Schüler haben eine Woche lang knapp 800 Pflanzen gesetzt, um den Schulhof naturnaher zu gestalten.

shz.de von
11. April 2014, 06:35 Uhr

Drinnen wird gelernt, draußen gebuddelt: Die Fritz-Reuter-Schule hat von Deutschlands größtem Optiker Fielmann einen Baum und fast 800 Pflanzen zur Begrünung des Schulhofs gestiftet bekommen. Seit Montag sind deshalb jeweils zwei Klassen pro Tag für zwei Stunden im grünen Einsatz. Sie graben, bauen Steinwälle und setzen Sträucher, Wildstauden und Duftpflanzen. Beim Pflanzen eines Ahornbaumes hat gestern Michael Schmiedel, Fielmann-Niederlassungsleiter in der St.-Nicolai-Straße mit Hand angelegt. „Wir pflanzen Bäume nicht für uns, wir pflanzen Bäume für nachkommende Generationen“, sagte er.

Bei der Neugestaltung des Schulgeländes, das sich bisher durch das Asphalt-Flair der 70er-Jahre auszeichnete, ist die Einbindung der Schüler in die Planung und Umsetzung integraler Bestandteil. Statt eines einzelnen Aktionstages wurde eine ganze Projektwoche für den Zeitraum der Pflanzung angesetzt, um Teamfähigkeit und soziale Interaktionen zu stärken. Durch fachliche Anleitung erlangen die Schüler nicht nur ökologisches Wissen, sondern verbessern auch soziale und handwerkliche Fähigkeiten. Und sie erhalten einen anderen Zugang zu ihrem Schulhof: Was man selbst gepflanzt hat, tritt man nicht so leicht nieder. „Deshalb soll jeder Schüler mindestens eine Pflanze setzen“, so Schulleiter Simon Steinmetz.

Schon vor drei Jahren hat die Schule die ersten Aktionen zur Neugestaltung ihres Schulhofs gestartet. Unter der Überschrift „Natur statt Beton“ soll aus der Asphaltfläche eine grüne Spielwiese werden. Die Schüler sind in die Planungen eingebunden, konnten ihre eigenen Vorstellungen einbringen. Die Umgestaltung wird ausschließlich über Spenden finanziert. „Und der städtische Bauhof hilft uns immer wieder“, sagt Simon Steinmetz.

Fußballfeld, „Chill-Hütte“, Rutschturm und Wackelbrücke sind schon installiert. Es sollen unter anderem noch ein Wasserlauf, Amphitheater und weitere Spielgeräte folgen. Steinmetz: „Wir sind ständig auf der Suche nach Sponsoren.“

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