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Neues Vermarktungskonzept : Frischzellenkur für die Stadthalle und das Lokal

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, Stegfan Borgmann, möchte die Stadthalle aufwerten. Sie soll als Veranstaltungsstätte stärker wahrgenommen werden. Die Gastronomie muss modernisiert werden.

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erstellt am 27.Sep.2013 | 06:05 Uhr

Die 1972 eingeweihte Stadthalle soll nicht nur baulich saniert und optisch aufgewertet werden, sondern durch eine bessere Vermarktung zu einem Zugpferd für Veranstaltungen im Ostseebad werden. Dieses Ziel verfolgt der Geschäftsführer der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG), Stefan Borgmann. Er stellte seine wenig schmeichelhafte Ist-Anlayse am Mittwochabend im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen vor und schlug gleich passende Lösungen für eine Verbesserung vor.

Borgmann hielt sich nicht lange mit Vorreden auf. „Die Auslastung ist zu gering, 120 Veranstaltungstage im Jahr sind zu wenig“, sagte der Chef der ETMG. 75 Veranstaltungen mit 102 Tagen waren es 2011, 2013 gab es nur einen leichten Aufwärtstrend mit 88 Veranstaltungen an 125 Tagen, wobei die 28 Tage des nicht gut besuchten Sommerkinos nicht mit eingerechnet sind. Hier gelte es anzusetzen, so Borgmann, mit einer Marketing-Offensive, die von der Erstellung einer neuen Homepage (schon geschehen), über flexiblere Tarife zum Beispiel in der Nebensaison und aktive Vermarktung bis hin zu gezielter Werbung ein Bündel von Maßnahmen umfasst.

Eine große Baustelle ist die Stadthalle selbst. Sie ist sanierungsbedürftig, wird optisch unzureichend in Szene gesetzt, für ortsunkundige Gäste und Touristen fehlten weithin sichtbare Hinweise auf die größte Veranstaltungsstätte der Stadt, so Borgmann. Nur an der Rückfront zum Stadthotel prange der Name in großen Lettern, der Name vor dem Haupteingang liege zu versteckt und werde nicht richtig wahrgenommen. Borgmann greift dabei auf Erkenntnisse einer Bachelor-Arbeit der Fachhochschule Heilbronn und der Hausarbeit einer FH-Studentin aus Kiel zurück, die sich mit einer besseren Vermarktung der Stadthalle befasst haben. Fazit: Es fehlt vor allem an einer aktiven Vermarktung und In-Wert-Setzung.

Handlungsbedarf gebe es auch im Restaurant, das modernisiert werden müsste. Wünschenswert wäre zudem, wenn die Zusammenarbeit von Restaurantleitung und Veranstaltern optimiert, mehr Dienstleistungen angeboten und auch eigene Veranstaltungen durchgeführt werden würden, sagte Borgmann. Wenig einladend sei zudem die Rampe als Zugang zum Lokal. Unabdingbar für eine bessere Nutzung sei eine Außengastronomie, die der ETMG-Geschäftsführer just dort ansiedeln würde, wo er derzeit arbeitet: im Untergeschoss der Stadthalle direkt unterhalb des Restaurants. Die ETMG könne später entweder an den Steindamm ziehen oder in die Willers-Jessen-Schule.

„Wir können die Stadthalle wieder dahin bringen, wo sie sein sollte“, versprach Borgmann. Um sich intensiv darum kümmern zu können, müsste eine halbe Personalstelle dazukommen und ein Budget von 15 000 bis 20 000 Euro bereitgestellt werden. Matthias Huber (Bürger-Forum) schlug einen Ortstermin vor, Vorsitzender Ralph Krüger (CDU) willigte ein und würde den Bauausschuss dazu bitten.

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