Schleidörfertag in rieseby : Frisches Brot und Reiz des Pilgerns

Boten Brot und mehr an (v. l.): Hilde Sörensen, Karl-Heinz Lappöhn und Heiko Ulrich.
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Boten Brot und mehr an (v. l.): Hilde Sörensen, Karl-Heinz Lappöhn und Heiko Ulrich.

Die Gemeinde war der Auftakt der 35 Kilometer langen Radtour entlang der Schlei. Neben vielen Angeboten, wie Flohmarkt oder Kirchenbesichtigung, gab es auch eine Pilgerwanderung und eine Demonstration alter Backkunst.

shz.de von
20. Juli 2015, 04:58 Uhr

Das Angebot anlässlich des Schleidörfertages war vielfältig – auch in der Gemeinde Rieseby. Neben Treckerfahrten auf dem Obsthof Stubbe und dem Flohmarkt im Bürgerpark bot die Touristikpastorin Brigitte Gottuk eine Pilgerwanderung von der Kirche zum Gut Stubbe an. Zwei der Teilnehmer waren Gisela Lassing und Brigitte Sölk aus Eckernförde. Für sie ist Pilgern ein sehr spirituelles Erlebnis. „Inmitten der Natur erleben wir Spiritualität viel intensiver als in einem geschlossenen Raum“, so die beiden erfahrenen Pilgerinnen. „Unsere Zeit ist schnelllebig und Hektik“, weiß Brigitta Lassing. Beim Pilgern entdecke sie den Reiz der Langsamkeit und den Weg zu sich selbst neu. Und ihre Pilger-Freundin Brigitte Sölk erlebt immer wieder neue Impulse. Gemeinsam mit Pastorin Brigitte Gottuk machten sie sich auf den Weg von Rieseby nach Stubbe – nach einer kleinen Führung durch die St.-Petri-Kirche, die Kirchenvorstandsmitglied Peter Lorey anbot. Danach ging es durch Felder und Waldstücke nach Stubbe an die Schlei. Eine ganz andere Art des Gruppenerlebnisses, bei dem auch mal gemeinsam geschwiegen werden durfte.

Der Verein für Mühlen- und Chronikarbeit unter dem Vorsitz von Karl-Heinz Lappöhn beteiligte sich ebenfalls am Schleidörfertag. „Wir haben natürlich unser Museum in der Mühle Anna und die Nebengebäude für alle Gäste geöffnet“, erklärte Karl-Heinz Lappöhn die Aktionen auf dem Mühlengelände. Am Sonntag stand der Lehmbackofen im Mittelpunkt. Schon am Vortag hatte er zusammen mit Heiko Ulrich den Ofen in Betrieb und tolles Schwarzbrot gebacken. „Das mussten wir am Vortag machen, weil wir das sehr frische Brot sonst nicht hätten schneiden und verkaufen können“, erklärte Lappöhn das aufwendige Verfahren nach alter Handwerkskunst. Heiko Ulrich sei der Bäcker, er selbst der Heizer. Neben dem frischen Brot konnten die Besucher sich mit frischem Laugengebäck oder üppig belegter Handpizza sowie Schmalzbroten stärken.

Bei den Gästen kam die deftige Mahlzeit gut an. „Wir haben trotz des mäßigen Wetters gut zu tun“, freute sich Karl-Heinz Lappöhn über den regen Besucherstrom.

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