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Frischer Nachwuchs und ein Filmemacher aus Eckernförde

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 05:26 Uhr

Ein Anliegen des Green-Screen-Festivals ist es, der Jugend die Werte der Natur nahezubringen. Zwölf Jugend-Fimcamps im Wildpark Eekholt hat es bereits gegeben, und für das nächste Jahr sind wieder drei geplant. Bei ihnen müssen die Teilnehmer die Natur beobachten, genau hinsehen und in Kleingruppen eigene Kurzfilme entwickeln. „Wir führen die Kinder aus der virtuellen Welt in die visuelle Realität zurück“, sagt Dieter Hoese. Der Kameramann und ehemalige enge Mitarbeiter von Heinz Sielmann betreut die Jugendlichen bei den Filmcamps. „Manche Eltern erzählen, dass die Kinder ganz verwandelt von der Filmwoche zurückkommen.“

In diesem Jahr sind zwölf Filme bei den Jugendfilmcamps entstanden, die alle für den Eekholt-Nachwuchsfilmpreis nominiert waren. Gewonnen hat „Freiwillig dabei – Ein ökologisches Jahr“ von Pia Luisa Buhr, Hannah Braun, Judith Borowski und Kaspar Philip. In ihm begleiten die Nachwuchsfilmer eine junge Frau, die ein freiwilliges ökologisches Jahr im Wildpark Eekholt absolviert. Zu sehen sind die Filme im Internet auf Youtube, Kanal: Green Screen official.

Eines der Jurymitglieder, die über die Vergabe des Preises bestimmt haben, war Christian Bock. Der 48-Jährige ist selbst Filmemacher, lebt in München und stammt aber ursprünglich aus Eckernförde, genauer gesagt von einem Bauernhof in Hoffnungsthal. „Ich wusste schon früh, dass ich zum Fernsehen will“, erzählt er. Deshalb hat er sein Politikstudium auch abgebrochen, als er mit 22 Jahren ein Praktikum und ein Volontariat bei einer Fernsehproduktionsfirma in Kiel absolvieren konnte. Im Anschluss ging er nach München, arbeitete bei verschiedenen Firmen. Seit 1998 ist er als freier Autor tätig, gewann renommierte Preise.

Beim Green-Screen-Festival war er mit dem Film „Toxic City“ vertreten, in dem es um die Verschiffung von Elektroschrott von Deutschland nach Ghana geht. Explizite Naturfilme dreht er nicht, dafür gesellschaftskritische Reportagen. „Es hat mich sehr gefreut, dass mein Film in das Programm aufgenommen wurde und in meiner Heimatstadt gezeigt wird“, sagt er und bestätigt: „Dieses Festival ist deutschlandweit bekannt und wichtig für die Filmszene.“

Seinen Beruf bezeichnet er als „superinteressant“, hat er doch schon mit Persönlichkeiten wie Michael Gorbatschow eng zusammen gedreht. Aber auch sehr unstet sei sein Job: „Ich weiß noch nicht, was ich ab Oktober mache.“

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