Sanierung in Neuwittenbek : Frische-Kur für Radweg

Unfallgefahr auf dem Radweg: Karl-Heinz Kotzur moniert den Bewuchs.
Unfallgefahr auf dem Radweg: Karl-Heinz Kotzur moniert den Bewuchs.

2018 ist Holperstrecke an Kreisstraße fällig.

shz.de von
24. November 2017, 06:29 Uhr

Neuwittenbek | Am Radweg entlang der Kreisstraße in der Gemeinde Neuwittenbek besteht Sanierungsbedarf. Die Holperstrecke war jetzt Thema im Wege- und Umweltausschuss in der Klaus-Stein-Halle. Tenor in der Sitzung: Es ist nicht zu übersehen, dass auf der Strecke entlang der Altwittenbeker Straße und der Hauptstraße Reparaturen fällig sind. Radler können jetzt aufatmen: 2018 soll der Radweg von Levensau bis Neuwittenbek saniert werden – zumindest soweit das Straßenbauamt Eckernförde zuständig ist. Dies hat der Kreis Rendsburg-Eckernförde nun der Gemeinde mitgeteilt. Ein Förderprogramm soll das Vorhaben finanziell erleichtern.

Einigkeit herrschte zudem im Ausschuss, dass es sinnvoll wäre, auch den innerörtlichen Abschnitt zu sanieren, so dass der erneuerte Weg „aus einem Guss“ ist. Für diesen Abschnitt wäre dann die Gemeinde zuständig.

Ein Knackpunkt: Es sei geltende Rechtslage, dass Anlieger unter bestimmten Voraussetzungen an den Kosten beteiligt werden müssten, hieß es in der Sitzung. Bürgermeister Wilhelm Radbruch (WdGN) will sich nun erkundigen, ob bei einer Sanierung des innerörtlichen Radweg-Abschnitts tatsächlich Anliegerbeiträge anfallen würden. Genau diese Belastung solle den Bürgern aber erspart bleiben, hieß es weiter im Ausschuss. Falls nach aktueller Rechtslage die Bürger zu Kasse gebeten werden müssten, solle die Gesetzesänderung abgewartet werden – darüber herrschte Einigkeit. Karl-Heinz Kotzur, Anwohner der Altwittenbeker Straße, machte in der Sitzung auf eine enge Stelle auf dem Radweg nahe seines Grundstücks aufmerksam. Dort bestehe dringend Handlungsbedarf. „Der Radweg ist dort zur Hälfte überwachsen und stellt eine Unfallgefahr für die Schüler dar, die ihn auf ihren Wegen in die weiterführenden Schulen benutzen“, so Kotzur, „der Aufwuchs muss abgeräumt werden, damit kann man nicht ein Jahr warten.“ Zuständig für diesen Abschnitt sei das Straßenbauamt Eckernförde, hieß es im Ausschuss.

Zudem kam ein Antrag des Neuwittenbeker Seniorenbeirats auf Verbesserung der Verkehrsanbindung zur Sprache. Hintergrund sind Bemühungen der Gemeinde sowie der Nachbarorte Lindau und Schinkel um eine Wiedereröffnung des Bahnhofs in Neuwittenbek. Da der Seniorenbeirat damit rechnet, dass die Wiedereröffnung nicht kurzfristig zu erreichen sein wird, soll nach Vorstellung der Mitglieder zunächst ein „Bürgerbus“ zum Einsatz kommen. Er soll die Bahnhöfe Gettorf und Suchsdorf anfahren. Für ein solches Projekt sollten auch Fördermittel genutzt werden.

Das Anliegen stieß im Ausschuss auf offene Ohren. Vorsitzender Karl-Heinz Lubahn (WdGN) wies allerdings darauf hin, dass dafür fünf freiwillige ehrenamtliche Fahrer benötigt würden. Außerdem müsse geklärt werden, welches Modell möglich sei. So betreibe etwa im nordfriesischen Bordelum die Autokraft den Bürgerbus, während in Malente der Bürgerbus auf Vereinsbasis funktioniere und kein Fahrgeld einnehmen dürfe. Der Seniorenbeirat will den Vorstoß nun in einem gemeindeübergreifenden Arbeitskreis für die Wiedereröffnung am 6. Dezember vortragen.

Weitere Themen: Auf einer kommunalen Fläche am Sportplatz soll eine Streuobstwiese angelegt werden, berichtete Lubahn (WdGN).

Die Bewohner vom Plotzenbrook 1 bis 5 haben einen Antrag auf Geschwindigkeitsbegrenzung vor ihren Grundstücken gestellt. Der Ausschuss unterstützte das Anliegen. Entscheiden muss nun die zuständige Verkehrsaufsicht des Kreises.



zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen