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Finanzen : Friedhofs-Defizit: Karbyer warten auf große Gesprächsrunde

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Karbyer Finanzausschuss vertagt Beratung über Friedhofs-Defizit und Vertrag über Kita-Betrieb mit dem neuen Kita-Werk des Kirchenkreises.

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erstellt am 27.Okt.2017 | 06:00 Uhr

Karby | Der Betrieb des Friedhofs der Kirchengemeinde Karby ist nicht kostendeckend. Wie bereits in Dörphof, landete nun auch beim Karbyer Finanzausschuss ein Antrag der Kirchengemeinde mit der Aufforderung zur Beteiligung an der Tilgung des von 2014 bis 2016 aufgelaufenen Defizits von rund 24 700 Euro auf der Tagesordnung. Zugleich geht der Kirchengemeinderat Karby in seinem Schreiben bei einem unveränderten Bestattungsaufkommen davon aus, dass in den Folgejahren mit einem jährlichen Defizit von 25 000 bis über 33 000 Euro zu rechnen sei. Auch hierzu wird die Gemeinde aufgefordert, sich an der Defizitilgung zu beteiligen, wie Karlheinz Hauser (KWK) als stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses am Mittwochabend berichtete.

Der Kirchengemeinderat hatte in seinem Schreiben angeboten, 5000 Euro vom Defizit der Jahre 2014 bis 2016 aus der Grabpflege zu tilgen. Bis zum Jahr 2013 war das Defizit aus der Ausgleichsrücklage der Kirchengemeinde gedeckt worden, die dann aber erschöpft war, so dass es zur Defizitansammlung kam.

Hauser wie auch Bürgermeister Klaus Dieter Moese (SPD) hatten an Gesprächen der Kirchengemeinde mit Vertretern der weiteren Schwansener Nordgemeinden über das Thema teilgenommen. Nach Übereinkunft der Bürgermeister von Dörphof, Winnemark, Brodersby und Karby wurde beschlossen, vor weiteren Gesprächen über eine wie auch immer geartete Kostenbeteiligung die Gemeinden Damp und die Stadt Kappeln auf Augenhöhe mit in die Verhandlungen einzubeziehen. Denn, so die Begründung, auch Ortsteile der genannten Kommunen gehörten dem Friedhof in Karby an. Das seien Fischleger und Schwastrum für Damp und Kopperby und Olpenitz für Kappeln, so Hauser. Dieser Antrag wurde einstimmig empfohlen. „In jedem Fall werden da Kosten auf Karby zukommen“, so Hauser, der feststellte, dass es im Sinne der Gemeinde sei, wenn der Friedhof im Dorf bleibe. In Verhandlungen aller sechs beteiligten Kommunen müssten dann Lösungen gefunden werden. Bei denen müssten dann auch die Aspekte der Grabpflege und ihrer steuerrechtlichen Betrachtung angesprochen werden. Die Grabpflege ist ab 1.1.2017 keine hoheitliche Aufgabe mehr, so Moese.

Damps Bürgermeister Horst Böttcher teilte auf Nachfrage der EZ mit, dass er über den Vorgang informiert wurde, seinerseits aber noch auf eine Prüfung der tatsächlichen Zugehörigkeit der Ortsteile wartet.

>Mit Mehrheit sprach sich der Ausschuss in einem Meinungsbild gegen einen möglichen Verkauf einer gemeindeeigenen landwirtschaftlichen Fläche von 1,5 Hektar östlich des B-Sportplatzes des TSV-Nordschwansen Karby aus. Die Fläche würde zu wenig Erlös erbringen und sei besser als mögliche Ausgleichsfläche für Bauvorhaben oder aber als mögliches Bauland nutzbar, wandte Hauser ein.

> Einstimmig empfohlen wurde die Bereitstellung von maximal 300 Euro für die Kostenermittlung eines eventuellen Umbaus des evangelischen Kindergartens Sternschnuppe. Dort bestehe der Bedarf nach einer Vergrößerung der Küche und damit der Essensausgabe, einer neuen Heizung und einer Überdachung für die Bollerwagen der U-3-Kinder.

> In nicht-öffentlicher Beratung wurde empfohlen, Beschlüsse über einen neuen Vertrag zum Betrieb der evangelischen Kindergärten mit dem neugegründeten Kita-Werk des Kirchenkreises zu vertagen. Es gäbe noch zu viele Fragen, berichtete auf EZ-Nachfrage Ulrich Erichsen.

> Der Vertrag zur Sportplatzpflege soll verlängert werden.

> Der Ausschuss legte Eckpunkte für einen neuen Vertrag über den Betrieb der Freiwilligen Feuerwehr Karby-Dörphof fest. Der Vertrag von 1978 war von Dörphof zum 1. Januar 2018 gekündigt worden mit dem Willen zur Fortsetzung. Verhandlungen sollen folgen, so Erichsen.

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