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Eckernförder Zeitung

17. November 2017 | 18:50 Uhr

Tag des Friedhofs : Friedhof Osdorf zeigt sich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft nimmt vom 16. bis 17. September am bundesweiten „Tag des Friedhofs“ teil.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2017 | 06:04 Uhr

Der Osdorfer Friedhof kann sich sehen lassen – für Pastor Thomas Heik und Ingo Schmidtendorf, den Vorsitzenden des Friedhofsausschusses des Kirchengemeinderates, ist das keine Frage. „Er ist schön gelegen, fast immer zugänglich, bietet ausreichend Parkplätze, ist an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden und die Sanitäranlagen sind in Schuss“, zählt Schmidtendorf einige Vorzüge des Friedhofs auf. Um den Bürgern das zu zeigen, nimmt die Kirchengemeinde Osdorf-Felm-Lindhöft in diesem Jahr erstmals am bundesweiten „Tag des Friedhofs“ teil. Dieser findet am Sonnabend, 16. September, und Sonntag, 17. September, unter dem Motto „Raum für Erinnerungen“ statt.

„Natürlich machen wir uns Gedanken um die Attraktivität des Friedhofs“, nennt Pastor Heik einen zentralen Grund für die erste Teilnahme an der 2001 vom Bund deutscher Friedhofsgärtner ins Leben gerufenen Veranstaltung. Wie auch viele andere Ruhestätten ist der 1972 angelegte Friedhof in Osdorf finanziell nicht auf Rosen gebettet und schrieb zuletzt immer wieder rote Zahlen. Das Problem: Die Finanzierung läuft ausschließlich über Gebühren.

Vorwürfe, die Kirche müsse im Hinblick auf die Zunahme von alternativen Bestattungsformen mehr mit der Zeit gehen, kann Thomas Heik nicht nachvollziehen. „Der Osdorfer Friedhof gehört zu den innovativsten der Region“, meint der Pastor und spielt insbesondere auf den „Himmelsgarten“ an. „Er ist unser Aushängeschild.“ Der besondere Bereich wurde vor fünf Jahren angelegt und soll eine Bestattung wie im eigenen Garten ermöglichen – auf der Wildwiese, im Rosengarten oder auf der Schmetterlingswiese. „Wir achten sehr darauf, dass der Gartencharakter beibehalten wird“, so Pastor Heik, für den der Himmelsgarten, der sehr gut angenommen werde und durch den die Abwanderung zurückgegangen sei, eine Reaktion auf die veränderte Bestattungskultur darstellt. Die dortige Bestattung ergänzt die traditionelle Erdbestattung und die Urnenbestattung.

Der „Tag des Friedhofs“ startet am Sonnabend um 19.30 Uhr mit einem Abendspaziergang über den Friedhof, in dessen Rahmen es Lesungen und Gebete geben wird. Treffen ist im Gemeindehaus. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Theater-Gottesdienst. Das von der Kirchengemeinde aufgeführte Stück trägt den vielsagenden Titel „Auch Friedhöfe können sterben“. Anschließend ist bis 15 Uhr bei Kaffee und Kuchen Zeit und Raum für Diskussionen und Fragen rund um die Themen Friedhof und Bestattung. Auch Petra Schamborski vom Bestattungshaus Schamborksi wird vor Ort sein, um die Interessierten zu informieren. Zudem werden zwei Führungen über den Friedhof (11.30 Uhr und 14 Uhr) angeboten, auf bereitgestellten Blättern können die Besucher Wünsche und Anregungen formulieren. Für Kinder gibt es eine betreute Bastelecke.

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