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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 19:09 Uhr

Freudentränen im Marinehafen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach 14 900 Seemeilen wieder im Heimathafen: Der Tender „Main“ ist zurück / Begrüßung an der Pier

Reges Treiben auf der Pier des Marinestützpunkts Eckernförde am frühen Dienstagmorgen. Der Tender Main vom 1. U-Boot-Geschwader wird nach über drei Monaten im Heimathafen zurückerwartet. Am Zelt der Familienbetreuung wartet frischer Kaffee auf die eintreffenden Angehörigen. Das Team um Gabriele Douqué freut sich über die vor Freude strahlenden Gesichter: „Es ist ein schöner Moment, ganz anders als bei der Abfahrt. Hier sind heute nur Freudentränen zu sehen“, sagt die junge Frau.

Jutta und Ingo Sauerbier aus Satrup warten auf Sohn Florian (22) und genießen den Klönschnack untereinander. Aufregung ist überall spürbar, der Horizont wird genau inspiziert und endlich ist der Tender in weiter Ferne zu sehen. Schnell kommt der Versorger näher, doch es dauert noch eine ganze Weile, bis die 68-köpfige Besatzung das Anlegemanöver vollzogen und die „Main“ festgemacht hat.

Geduldig warten Anna Firtana und Tochter Lara (1) auf Ehemann und Vater Ferci (26). Für ihn ist das Wiedersehen der Höhepunkt der Reise, strahlt der Marinesoldat Ferci Firtana, obwohl die Fahrt viele schöne Erlebnisse für ihn und seine Kameraden bereit hielt. Über 14  900 Seemeilen liegen hinter der Besatzung. Gemeinsam mit dem Unterseeboot U 33 hat Tender Main an überwiegend binationalen Manövern teilgenommen. Darunter ein nationales Forschungsvorhaben, das gemeinsam mit dem U 33 und dem Forschungskatamran „Planet“ absolviert wurde.

In seiner Begrüßungsrede lobte der neue Kommandeur Lars Jobst das vorbildliche Verhalten der Besatzung unter Leitung von Korvettenkapitän Carsten Egerland. Sowohl das Manöver mit der italienischen Marine „Blue Seahake“ im Golf von Tarent, als auch die Ausbildungsfahrt für Wachoffiziere im Rahmen des Manövers „Atlantik Coach“ fanden hohe Akzeptanz bei den internationalen Partnern. Die angehenden Wachoffiziere der deutschen und portugiesischen Marine sind bei dieser Fahrt ebenfalls auf Herz und Nieren geprüft worden. Zum ersten Mal gab es bei dieser Ausbildungsfahrt eine internationale Kooperation. Deutsche Offiziere fuhren auf einem portugiesischen U-Boot, während portugiesische Offizieren auf „U33“ einstiegen. Korvettenkapitän Carsten Egerland: „Besondere Herausforderung als U-Boot-Unterstützungseinheit war stets die Bereitstellung aller erforderlichen Unterstützungsleistungen für das begleitende U-Boot, sei es materieller Natur oder auch Dienstleistungen, zur jeweils richtigen Zeit. Die Besatzung hat damit ihre Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“

Mit dem Befehl: „Zu den Angehörigen abtreten“ ist für die Besatzung eine lange Reise zu Ende gegangen.

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erstellt am 30.Apr.2015 | 06:45 Uhr

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