Willkommener Besuch : Freudenrausch dank Nikolaus

Ponys statt Rentiere: In seiner Kutsche fuhr der Nikolaus – umringt von zahlreichen Kindern mit ihren Eltern und Großeltern vom Hafen zum Weihnachtsmarkt, wo er Geschenke für aufgesagte Gedichte verteilte.
Ponys statt Rentiere: In seiner Kutsche fuhr der Nikolaus – umringt von zahlreichen Kindern mit ihren Eltern und Großeltern vom Hafen zum Weihnachtsmarkt, wo er Geschenke für aufgesagte Gedichte verteilte.

Die Eckernförder haben den Nikolaus mit einem Sternmarsch zum Hafen begrüßt. Mit der Kutsche ging es auf den Weihnachtsmarkt, wo die Kinder Gedichte aufsagen konnten.

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08. Dezember 2014, 06:17 Uhr

Schon seit 13 Jahren kommt der Nikolaus am 6. Dezember persönlich nach Eckernförde – auch diesmal wieder mit dem Boot in den Hafen und an Land. Um ihn würdig zu empfangen, bildeten sich am Sonnabend Sternmärsche in Richtung Hafen – fackelbegleitet und von der Jugendfeuerwehr Eckernförde abgesichert. Die einen kamen vom Partnerstadt-Tanga-Platz vor der Stadthalle, die anderen marschierten herunter von Borby – schon von Weitem waren die Trommeln, Pauken, Glockenspiele und Pfeifen zu hören. Die Spielmannszüge Barkelsby und „Drums & Pipes“ zogen vorneweg, machten eine super Musik mit bekannten Weihnachtsliedern – zum Beispiel „Jingle bells“ – und sahen dazu mit ihren roten Nikolausmützen noch richtig zünftig aus.

In der Dunkelheit war der Umfang der Menschenmenge nicht so ganz abzuschätzen, nur eines war klar: Sehr viele waren gekommen, jung und alt, ganze Familien mit den Großeltern, mit Kinderwagen, mit Rollatoren, mit Hunden. Dieses Angebot der Eckernförder Touristik war wieder ein stimmungsvolles Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen wollte.

Ein hünenhafter Nikolaus bestieg die kleine, mit Geschenken beladene Kutsche mit zwei braunen Ponys davor und fuhr – begleitet von Musik und fröhlichen Menschen – vom Luzifer durch die Frau-Clara-Straße bis hin zum Weihnachtsmarkt. Dort war zur frühen Abendstunde noch viel los und kaum Platz. Nikolaus fand schließlich eine Bleibe im Karussell. Im Nu war er umringt von Kindern, alle wollten möglichst nahe bei ihm stehen oder wenn irgend möglich sogar neben ihm sitzen. Ratsherr Michael Kornath übernahm das Mikro und die Moderation, denn einige Jungen und Mädchen waren bereit, ihre Weihnachtsgedichte aufzusagen. Selbst ein vierjähriger „Jung ut Eckernför“ hatte den Schneid, das Mikro zu übernehmen und „Von drauß‘ vom Walde komm ich her“ vorzutragen. Ihm und anderen Unerschrockenen war herzhafter Beifall gewiss. Kleine Geschenke für alle Kinder hatte „famila“ spendiert.

Und – obwohl die Eltern aufgefordert waren, für eine halbe Stunde ihre Geschäftebummel-Freiheit zu genießen, blieben sie doch alle vor Ort. Den leibhaftigen Nikolaus im Weihnachtsmarkt-Karussell und all die aufgeregten Kinder zu erleben, das hatte doch was, das gibt es nur einmal im Jahr. In Eckernförde.

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