Camp im tierpark : Freude am Forschen finden

 Schnecken und Spinnen interessieren auch die Kleinsten: (v.l.) Jessica Peters mit Tomme (2) und Bjarne (5), Pädagoge Volker Strehlow und FÖJ-lerin Mayline Vogt.
Schnecken und Spinnen interessieren auch die Kleinsten: (v.l.) Jessica Peters mit Tomme (2) und Bjarne (5), Pädagoge Volker Strehlow und FÖJ-lerin Mayline Vogt.

Förderverein Freunde des Tierparks Gettorf gründet Junior-Forscher-Camp im i-punkt-Natureum.

shz.de von
08. November 2013, 06:50 Uhr

Da werden die Beine von Zitterspinnen und Weberknechten gezählt, erklärt, dass Weberknechte gar nicht spinnen können und kleine Tellerschnecken in Bechern durch Mikroskope beobachtet. „Die läuft ja vorwärts auf ihrem Schleim“, ruft die sechsjährige Anna verzückt. „Kann ich die auch mal auf die Hand nehmen?“ Spinnen und Schnecken hieß das Thema im neu gegründeten Junior-Forscher-Camp des Fördervereins Freunde des Tierparks Gettorf im i-punkt-Natureum im Tierpark. Alle zwei Wochen treffen sich dort Kinder im Grundschulalter, die Spaß dran haben, eine Stunde von 15.30 bis 16.30 Uhr zu beobachten, zu untersuchen und zu fragen.

Eltern dürfen gerne dabei sein. Geleitet wird das Camp durch den Biologen und Fördervereinsvorsitzenden Dr. Wolfgang Böckeler und Mayline Vogt, die ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Förderverein verbringt. Unterstützende Pädagogen wie Volker Strehlow von der Isarnwohld-Schule sind sehr willkommen. „Noch haben wir gar keinen richtigen Namen“, bedauert Wolfgang Böckeler. Namen wie Schlaue Füchse oder Forscher-Mäuse seien schon besetzt. Es müsse noch einer gefunden werden.

Im Camp soll es darum gehen, die Kleintierwelt zu erforschen, den Kindern die Scheu zu nehmen, aber auch den nötigen Respekt und Umgang mit größeren Tieren nahezubringen, erklärt Mayline Vogt. Thema beim nächsten Mal wird der richtige Umgang mit Haustieren sein. „Man ist erstaunt, wie viele Kinder hoch interessiert sind an ihrer tierischen Umgebung“, sagt Wolfgang Böckeler. Er sieht da noch viel Potential und hat große Ziele. Der Förderverein möchte den Tierpark und das i-punkt-Natureum zu einem Kompetenzzentrum entwickeln, um Tiere aus deren Blickwinkel verstehen zu lernen und langsam aus der Vermenschlichung und damit aus unserer überhöht emotionalen Sicht herauszuführen. „Viel Fehlverhalten geht einher mit Unwissenheit“, ist er überzeugt. Der Förderverein hat Grundlagen dazu erarbeitet und möchte auf diese weiter aufbauen, das heißt die Biologie-Didaktik in professionelle Hände überführen und ausbauen, um als außerschulischer Lernort anerkannt zu werden. Zumal man im Tierpark die Tierwelt direkt vor der Tür habe.

Jessica Peters aus Gettorf und ihre Söhne Tomme und Bjarne finden das Junior-Forscher-Camp toll. Sie interessieren sich für kleine und große Tiere. „Ich mag Insekten“, verrät der fünfjährige Bjarne. „Ich habe auch Mikroskop zu Hause.“ Tania Schmidt kommt für das Junior-Forscher-Camp mit ihrer sechsjährigen Tochter Anna extra aus Alt Duvenstedt. „Wir sind öfter hier im Tierpark“, erzählt sie. „Insekten, das war schon immer ihr Ding. Anna ist sehr an der Natur interessiert.“ Das Camp ist für die Teilnehmer kostenlos. Es sind noch Plätze frei. Wer Interesse hat, darf sich gerne unter Tel. 04346/4289549 bei Mayline Vogt melden. Der nächste Termin ist am 20. November.

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