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Jugendarbeit : Freiraum für Ideen im Jugendtreff

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hans Janssen ist seit April neuer Jugendbetreuer im Riesebyer Jugendtreff / Ausweitung des Angebotes wird geprüft

Rieseby | Kinder und Jugendliche brauchen Freiraum und zugleich einen verlässlichen Rahmen. Mit dem Jugendtreff im alten Spritzenhaus steht Kindern und Jugendlichen in der Schleigemeinde ein solcher Raum zur Verfügung. Mit Hans Janssen (60)  hat die Gemeinde ab dem 1. April auch einen hauptamtlichen Jugendbetreuer engagiert.

Der gebürtige Niederländer, der zuletzt acht Jahre  in Bielefeld  in der von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel arbeitete, lebt seit   fast einem Jahr  mit seiner Partnerin in Rieseby.    „Ich fühle sich sehr wohl in Rieseby, die Gemeinde und die Menschen sind sehr viel persönlicher,  als in Bielefeld“, sagt er.  Die Region  kannte er schon seit bald acht Jahren.  Regelmäßig habe er mit seiner Partnerin an der Schlei Campingurlaub gemacht. Zudem lebten Angehörige  von ihr in der Region. So sei die Entscheidung für die Schleiregion nicht schwer gefallen.

In Bielefeld hatte Janssen als Betreuer viele Erfahrungen gesammelt. Dort hatte er mit Jung und Alt, Krank und Gesund zu tun. Er arbeitet gerne mit Menschen zusammen. In Bielefeld hatte er ein großes Netz gespannt, um den Menschen, die er begleitete, immer richtige Ansprechpartner zu benennen.  Über die Jahre habe sich so ein großes gegenseitiges Vertrauen aufgebaut.

Bereits vor seinem Vertragsstart in Rieseby hat Janssen sich einige Monate im und am Jugendtreff engagiert. So lernte er die Besucher des Treffs kennen und konnte dann guten Gewissens sagen, dass die Chemie stimme, und er die Aufgaben gerne übernehme. Auch hier will  er ein gutes Vertrauensverhältnis aufbauen. Dazu gehöre für ihn auch, auch in Rieseby ein Netzwerk aufzubauen. So wird er den Kontakt zur Schule, zur Polizei aber auch zu den Geschäftsleuten suchen.

Für den Jugendtreff, der bis zu den Sommerferien freitags von 17 bis 19 Uhr geöffnet hat, hat er viele Ideen. Derzeit arbeitet er an einem Programm, das er regelmäßig mit den Besuchern im Treff abspricht. Er mache Vorschläge und auch die Kinder brächten Ideen ein. Vor allem seien die Kinder sehr hilfsbereit und böten ihre Unterstützung an. So sei ein Triathlon im Treff geplant, bei dem  die Teilnehmer in den Disziplinen   Tisch-Kicker, Billard und Tischtennis antreten. Auch die Idee für Karaoke- oder Discoabenden fand große Zustimmung. Außerdem hätten sie schon über eine Aktion nach gedacht, von der die ganze Gemeinde etwas habe, berichtet Janssen. Dazu suche er auch den Kontakt zu Frank Frühling, dem Vorsitzenden des Jugend- und Sozialausschusses. „Ideen habe ich viel“, sagt Janssen.  Wichtig sei ihm aber, dass die Kinder und Jugendlichen selber Freiraum  für Ideen hätten, die er dann begleiten könne.  In den Sommerferien werde er auch in Absprache mit der Gemeinde über eine Ausweitung der regelmäßigen Öffnungszeit, beispielsweise den Dienstagabend,   nachdenken.   

Sorgen, dass er mit der Jugend, ihrer Musik, ihren Spielen oder Sorgen  nicht klar kommt, hat er nicht. Er hat als Alleinerziehender zwei Kinder groß gezogen und kennt alle Phasen des Erwachsenwerdens. „Ich bleibe  immer ganz ruhig“, sagt Jansen. Und er habe in seinem Berufsleben schon  einiges erlebt. Aufregen helfe nichts.

 Derzeit besuchen zwischen vier und 15 Kinder zwischen acht und 14 Jahren  den Treff. Sein Ziel ist es, den Treff mehr noch im Bewusstsein der Kinder zu verankern. Dazu sollen seine Angebote und Aktionen beitragen. 

Danke sagt Janssen den Mitgliedern des bisherigen Jugendbeirats. Sie hatten viele Jahre lang den Jugendtreff betreut und sich um ein Angebot gekümmert. Auch ihn hatten sie bereits in den letzten Monaten unterstützt. 

 

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erstellt am 23.Jun.2016 | 06:05 Uhr

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