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Eckernförder Zeitung

18. November 2017 | 20:26 Uhr

Neubau : Freigabe für DLRG-Wache

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinde Brodersby beschließt Bau einer neuen DLRG-Wache für 890 000 Euro / Betriebsstart Mai 2018

von
erstellt am 12.Mai.2017 | 06:16 Uhr

Brodersby | Nach dem Baustart für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Schönhagen ist nun auch der Startschuss für das zweite große Bauvorhaben der Gemeinde Brodersby gefallen. Die Gemeindevertreter haben Mittwochabend einstimmig den Neubau einer DLRG-Wache für den Badeort Schönhagen beschlossen. Nach bisheriger Kostenschätzung rechnet der Eckernförder Architekt Matthias Wohlenberg mit Kosten von rund 890  000 Euro. Baustart soll möglichst Mitte August sein, damit das neue Gebäude vor dem Saisonstart 2018 am 1. Juni bezogen werden kann.

Geplant ist ein maritimer Baukörper mit zwei Geschossen und einem Staffelgeschoss. Es liegt rückseitig des gepflasterten Aufgangs zum Strandhus. Der Bau ist in enger Absprache mit der Glücksburg Consulting GmbH (GLC) und der DLRG konzipiert. Im Erdgeschoss sind ein DLRG-Sanitätsraum und ein Gemeinschaftsraum vorgesehen. Im Obergeschoss werden drei separate Wohnbereiche mit 24 Quadratmetern sowie Kleinküche und Duschbad vorgesehen. Im Staffelgeschoss ist ein Wohnbereich mit 38 Quadratmetern samt Kleinküche und Bad geplant. Die Wohnangebote werden mit gehobenem Niveau ausgestattet, da sie in der nicht von DLRG-Ehrenamtlichen genutzten Vor- und Nachsaison als Urlaubsquartiere vermietet werden sollen, wie Bürgermeister Christian Schlömer (CDU) berichtete. Es ist geplant, dass die Kurbetriebe Schönhagen den Bau erstellen, wodurch Mehrwertsteuer gespart werden kann. Es ist zudem beabsichtigt, dass die GLC das Objekt pachtet und wohl auch die Vermietung der Appartements übernimmt.

Nachdem bereits ein erster Entwurf nicht die Zustimmung der Zulassungsbehörden erhielt, habe es jetzt Signale gegeben, dass das vorgelegte Konzept bei Beachtung von Auflagen genehmigungsfähig sei, berichtete Architekt Matthias Wohlenberg. Für die Finanzierung des Vorhabens hat die Gemeinde bereits eine Kreditzusage des Landes für Mittel aus dem Kommunalen Investitionsfonds (KIF) in Höhe von 514  000 Euro erhalten. Die Kurbetriebe zahlen für das Darlehen 0,5 Prozent Zinsen über 20 Jahre. Über Pachteinnahmen soll die Kredittilgung refinanziert werden.

Der Bau kostet viel Geld, räumten sowohl Schlömer, als auch Dieter Olma (demini) ein. Dennoch sei es eine absolut sinnvolle Investition. Man stehe im Wettbewerb um DLRG-Strandretter, die ehrenamtlich diese Aufgabe erfüllen. Ihnen müsse man etwas bieten, auch für Familien. Durch die flexible Nutzung des Gebäudes, auch außerhalb der Saison, sei zudem eine wirtschaftliche Ausnutzung des Objektes möglich. „Wir können es uns nicht leisten, noch einmal ein Badeverbot verhängt zu bekommen“, stellte Schlömer fest und erinnerte nur ungern an den Sommer im Vorjahr. „Die Wache ist eine gute Sache und wir brauchen sie“, sagt Schlömer. Am Ende sei der vielseitige Neubau der Gemeinde auch günstiger, als jede Saison Unterkünfte für die bis zu sechs vorgeschriebenen DLRG-Kräfte anzumieten. In diesem Sommer kostet die Unterbringung rund 40  000 Euro extra, machte Olma deutlich. Mit dem Gemeinderatsbeschluss erhielt Architekt Wohlenberg zugleich den Auftrag, den Bauantrag zu stellen, damit spätestens Anfang Herbst mit dem Bau begonnen werden kann.

In nicht-öffentlicher Beratung wurde zudem beschlossen, dass die Gemeinde ein vorgeschriebenes DLRG-Rettungsboot über die DLRG least. Es steht die Saison über zur Verfügung, wird in der restlichen Zeit aber über die DLRG sicher eingelagert. Der Vertrag geht zunächst über drei Jahre und kostet jährlich 3000 Euro, wie Schlömer informierte. Mit dieser Lösung, so Schlömer, sei die Gemeinde frei von häufigen Reparaturkosten und müsse kein Winterlager bereitstellen.

In nicht-öffentlicher Beratung wurde zudem ein Ingenieurvertrag für die Erschließung des Baugebietes auf der ehemaligen Tennisanlage beschlossen. Je nach Planung sollen sechs bis acht Grundstücke erschlossen werden.

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