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Eckernförder Zeitung

17. Oktober 2017 | 23:32 Uhr

Freddy ist zurück – als Denkmal

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Traditionssegler bezieht heute wieder sein Sommerquartier in Eckernförde / Erst vor Kurzem als Denkmal in Hamburg anerkannt

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2014 | 05:56 Uhr

Heute kehrt die „SmH Freddy“ zurück in ihr Sommerquartier in den Eckernförder Hafen. Der Traditionssegler hat erst vor kurzem Schlagzeilen gemacht, weil er in seinem Heimathafen Hamburg von der Kulturbehörde der Hansestadt offiziell als bewegliches Kulturdenkmal und damit in die Denkmalliste aufgenommen wurde (wir berichteten). Für die Freddy ist das besonders wertvoll: Damit kann sie der Berufsgenossenschaft ihre Historizität nachweisen und eine Zulassung als Traditionsschiff erhalten.

Das seit 1951 von der BP (Benzin und Petroleum AG) als Gästeschiff in Hamburg beheimatete Schiff zeigt laut Kulturbehörde anschaulich und in einzigartiger Weise, wie unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg ein Schiffsbauunternehmen das Fortführen der eigenen Existenz mit bescheidenen Mitteln zu sichern versuchte und daher aus nicht fertiggestellten Kriegfischkuttern (KFK) zunächst Fischfangschiffe fertigte und in unternehmerischer Weitsicht eines wirtschaftlichen Aufschwungs in den 1950er Jahren diese zu Lustyachten umbaute.

Die aufwendige und qualitätsvolle Gestaltung des Schiffes zeige, dass die deutsche BP nach ihrem Umzug aus Berlin nach Hamburg weiterhin den Bedarf des Repräsentierens und der Kundenpflege sah und somit der Aufschwung und die Genesung des Unternehmens nach dem zweiten Weltkrieg gesichert schienen. Insofern ist die „SmH Freddy“ in ihrer heutigen Gestalt vor allem ein Zeugnis des Wirtschaftswunders nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland.

Die „SmH Freddy“ stellt wegen ihrer Bauweise als Lustyacht auf KFK-Basis auch eine technische Besonderheit dar. Wegen dieser Umbaumaßnahmen ist sie vor allem für die Geschichte der nicht mehr existenten Werft Burmester von wirtschaftshistorischem Wert.

Durch seine Nutzung als Lustyacht ist dieses Schiff seit 1951 eng mit dem Unternehmen BP und der Stadt Hamburg verbunden. Im Dezember 1993 wurde sie von drei BP-Angestellten erworben, um die „SmH Freddy“ als deutsches Traditionsschiff zu erhalten. Seit April 2000 wird sie von dem Verein „Seglervereinigung SmH Freddy“ betreut und „in Fahrt“ gehalten. Einige Jahre war Eckernförde ihr Heimathafen.

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Der Verein „Seglervereinigung SmH Freddy“ hat zurzeit 200 Mitglieder, davon mehrere ehemalige BP-Mitarbeiter. Mehr über den Verein und die Geschichte der SmH Freddy gibt es im Internet unter www.segeln-mit-freddy.de, E-Mail: smh-freddy@gmx.de.


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