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Gut aufgestellt : Frauen greifen jetzt zum Löschschlauch

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erfolgreiche Mitgliederwerbung der Strander Feuerwehr / Neun neue Mitglieder / Tagsüber jetzt sechs Männer und Strande einsatzbereit

Strande | „Es ist noch nicht alles rosarot, aber wir sind auf dem richtigen Weg“, stellte Strandes Bürgermeister Holger Klink fest – angesichts der Prüfung von 13 neuen Feuerwehrmännern und –frauen, die am Mittwochabend in Strande auf dem Plan stand. Besonders freute es ihn, dass neun der 13 Teilnehmer des Grundlehrgangs „Truppmann 1“ aus seiner Gemeinde kamen, deren Wehr bisher, besonders tagsüber, nicht gerade gut aufgestellt war. Neben den Teilnehmern aus Strande waren drei aus Surendorf und einer aus Noer mit von der Partie.

Bislang waren bei der Wehr in Strande über Tag zeitweise gerade mal zwei Feuerwehrmänner einsatzbereit, da die meisten außerhalb der Gemeinde berufstätig sind. Wehrführer Michael Feindt wandte sich in seiner Not an den Bürgermeister und bat um Unterstützung bei der Werbung neuer Mitglieder. Auf einer Einwohnerversammlung im Feuerwehrgerätehaus im April vergangenen Jahres war es dann Thema. „Die Leute“, so Holger Klink, „sind oftmals der Meinung, dass, wenn etwas passiert, die Berufsfeuerwehr schon kommen werde, was aber nicht richtig ist“.

Was eigentlich niemand für möglich hielt: Bei der Versammlung meldeten sich acht Bürger, die Interesse hatten und auch alle in die Freiwillige Feuerwehr eintraten, darunter auch viele Frauen, die tagsüber zuhause sind. „Sensationell!“, so der Bürgermeister. Unter ihnen waren auch Susanne Schmidt und Sandra Leiendecker, die nun am Mittwoch nach viermonatigem Lehrgang zur Prüfung antraten. „Wir haben uns seinerzeit relativ schnell entschieden und noch am Abend der Einwohnerversammlung unterschrieben“, sagte Sandra Leiendecker. Und dass sie am Ball bleiben, ist offenbar keine Frage. „Die Teamarbeit macht unheimlich Spaß“, stellte Susanne Schmidt fest und unisono meinten beide Frauen, dass sie „hochmotiviert“ seien.

Nach der theoretischen Prüfung, in der jeder als Einzelkämpfer antrat, folgte der praktische Teil, bei dem es auf Teamarbeit ankam. Aufgeteilt in zwei Gruppen wurde ein Löschangriff simuliert – eine Gruppe am Gerätehaus, die andere an der Grundschule im Ort. Wegen der niedrigen Temperaturen und der damit verbundenen Vereisungsgefahr am Gerätehaus beziehungsweise der Schule blieben die Schläuche allerdings trocken – auf Wasser wurde verzichtet. Zum Abschluss mussten dann im Gerätehaus noch Knoten gebunden werden, bevor die Lehrgangsteilnehmer das Ergebnis bekamen: Alle hatten bestanden.

Damit ist die Strander Feuerwehr jetzt so gut aufgestellt wie lange nicht mehr. „Wir haben jetzt 37 Aktive, so viele wie noch nie. Dass der Lehrgang schon eine Belastung darstelle, betonte Bürgermeister Klink genauso wie Prüfer Uwe Claußen, Gemeindewehrführer in Altenholz und Ausbildungsleiter Torsten Gehrke von der Freiwilligen Feuerwehr Dänischenhagen. „Vier Monate lang nach der Arbeit ackern, büffeln und üben, das ist nicht ohne“, so der Bürgermeister. Und dass so viele Frauen beim Lehrgang dabei waren, das ist laut Torsten Gehrke schon außergewöhnlich.

Und über Tag sind jetzt im Schnitt sechs statt bisher zwei Leute vor Ort einsatzbereit“, freute sich der Bürgermeister – ist die Wehr jetzt doch auch tagsüber einsatzbereiter als bislang. Die Neuen kommen zwar noch nicht für alle Aufgaben infrage, haben nun aber das Rüstzeug, ab sofort Einsätze mitfahren zu können. Und durch zusätzliche Lehrgänge werden sie auch weiteren Fähigkeiten bekommen, um beispielsweise als Atemschutzgeräteträger . Auf jeden Fall ist es in Strande jetzt auch tagsüber etwas sicherer - auch wenn noch nicht alles rosarot ist. 

Infos: www.feuerwehr-strande.de


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