Fragen zur Ladenzeile

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28. April 2013, 02:45 Uhr

Altenholz | Sehr viele medizinische Dienstleister als besondere Stärke und nur drei Leerstände - das Bild, das Mark Hädicke, Diplom-Geograf der von der Gemeinde beauftragten Beratungsfirma Cima, zu Beginn der zweiten Sitzung des Runden Tisches zur Stärkung des Nahversorgungszentrums Stift skizzierte, war gar nicht so schlecht. Auch das Wachstum der Gemeinde um 2,6 Prozent zwischen 2006 und 2012, als die Bevölkerung im Kreis um 1,6 Prozent geschrumpft ist, ließ hoffen. Und dennoch blieb kein Zweifel, dass noch einiges zu tun ist, um die Ladenzeile zu einem Frequenzbringer zu machen und sie als solchen zu halten. Was genau - darüber soll ein Fragebogen Aufschluss liefern, der Mitte Mai verteilt wird.

Bürger, Vertreter der Fraktionen und alle Kaufleute der Ladenzeile waren am Montagabend zur zweiten Runde in den Ratssaal gekommen. Gemeinsam feilten sie am zehn Punkte umfassenden Fragebogen, der nicht nur Gegenstand einer Passantenbefragung am 16. und 17. Mai sein wird. Spontan sagten die Geschäftsleute zu, die Bögen auch in ihren Räumlichkeiten auszulegen und einzusammeln. Zudem regten sie an, auch das Mitteilungsblatt der Gemeinde zu nutzen, um die Meinung der Bürger einzuholen. Dass mehr als die von Hädicke avisierten 100 Bögen bei der Aktion zurückkommen müssen, darin waren Bürger und Politiker angesichts von 2863 Einwohnern allein im Ortsteil Stift einer Meinung. Die Ängste einer Anwohnerin, die kreativen Anregungen der Bürger zur Belebung der Ladenzeile könnten durch vorgefertigte Fragen verloren gehen, teilte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) nicht. "Mit dem Bogen allein ist es nicht getan. Nichts spricht dagegen, ein Bürgerforum dazu auszurichten", machte der Verwaltungschef deutlich. Die Befragung sei hilfreich, um eine Datenbasis zu bekommen, fügte Ingo Baasch (SPD) hinzu, Fakten, die später in Ideen umgesetzt werden könnten. Die Auswertung werde zwei Wochen in Anspruch nehmen, schätzte Hädicke. Im Juni könnten dann die Ergebnisse vorgestellt werden.

Weiter gab der Berater eine Einschätzung zu den bisher gemachten Vorschlägen, den Einkaufsbereich am Ostpreußenplatz aufzuwerten. Während er die Verbreiterung der Parkplätze auf 2,80 Meter durch Entfernen der Pflanzbeete befürwortete und auch die Einrichtung einer zweiten Zufahrt zum Parkplatz in Verlängerung der Ladenzeile für sinnvoll erachtete, warnte er vor einer Überdachung des Fußwegs vor der Ladenzeile. Der Nutzen sei eher gering, Pflege und Wartung dagegen intensiv. Zwar hätten die Kaufleute in der Holtenauer Straße damit punkten können. Doch habe dort nicht die Überdachung allein zum gewünschten Erfolg geführt, sondern vielmehr der Zusammenschluss in einer Gemeinschaft der Kaufleute, die auch Aktionen organisiert. Ähnliches könnte auch in Stift ins Leben gerufen werden, gab Klaus Reese (CDU) zu bedenken. Ebenfalls Abstand nehmen müssen die Stifter vom Wunsch, den Eingang zum Supermarkt auf den Parkplatz zu verlegen. Dafür müssten Wände verschoben, die Anlieferung verlegt und Stufen im Markt eingebaut werden, da er unterschiedliche Höhen hat, machte Hädicke deutlich.

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