zur Navigation springen

Verspätung : Forschungsschiff Planet kommt erst im Mai zurück

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Katamaran „Planet“ liegt seit Juni fast durchgehend in der Stralsunder Volkswerft. Es gibt Verzögerungen bei der Zulieferung von Spezialteilen.

Eckernförde | Viele werden das blau-weiße Schiff im Kranzfelder Hafen schon längst vermissen und sich fragen, wo es denn stecken mag. Immerhin ist die mit 3500 Tonnen vermessene „Planet“ nicht nur das Flaggschiff der Eckernförder Marine-Flotte, sondern auch das modernste Forschungsschiff der Nato.

Auch die Wehrtechnische Diensstelle WTD 71 erwartet das SWATH (Small-Waterplane-Aerea-Twin-Hull)-Spezialschiff mit den zwei Unterwasser-Schwimmkörpern dringend zurück, wie Sprecherin Dr. Doris Milkert betonte, „denn so müssen jede Menge wichtige Aufgaben im Arbeitsbereich Wasserschall und Geophysik erst mal liegen bleiben“.

Die „Planet“ soll noch bis Anfang Mai auf der Stralsunder Volkswerft bleiben. Nach mehreren Auslandseinsätzen vor den USA und im Mittelmeer wurde sie in der Werft am Strelasund überholt und ihre Klasse (so etwas wie ein Schiffs-TÜV) erneuert. Eigentlich sollten die 830 WTD-71-Mitarbeiter schon im Februar wieder über ihre für Seeversuche dringend benötigte schwimmende Arbeitsplattform zurückgreifen können. Der Termin musste aber mehrfach verschoben werden. Schon seit Juni vergangenen Jahres liegt der Forschungskatamaran nahezu durchgehend in der Stralsunder Volkswerft und sollte ursprünglich im November zurückkehren.

Es gebe, so ein Werftmitarbeiter, immer wieder Verzögerungen bei der Zulieferung von Spezialteilen wie jetzt bei der Radaranlage. Hinzu kommen auch langwierige Beschaffungswege, was mit der bundeswehrinternen Verwaltungsstruktur zusammenhänge. Mit der Werft habe das nichts zu tun, die von Eckernförder Marineschiffen immer wieder angelaufen werde, weil sie mit Schiffslift und großer Schiffbauhalle besonders gut geeignet sei für die anfallenden Spezialarbeiten. Die elf Jahre alte „Planet“ ist jetzt zum fünften Mal in der Hansestadt. Die Besatzungen der „Planet“ langweilen sich derweil nicht: Während der verlängerten Liegezeit des Katamarans werden sie auf den sieben weiteren Erprobungsschiffen der WTD 71 eingesetzt. Auch das 1000-Tonnen-Mehrzweckschiff „Kronsort“ ist ein treuer Gast am Sund, wo es seit November grundüberholt worden ist und jetzt hinter seiner Heimathafen-Liegeplatz-Nachbarin „Planet“ auf die Rückfahrt in die Heimat wartet.

Neben den beiden Eckernförderinnen liegen auch die Wilhelmshavener Marine-Schlepper „Knechtsand“ und „Scharhörn“ auf der Volkswerft, die die vier Aufträge gegen harte Konkurrenz an Land ziehen konnte.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen