i-punkt-Natureum im Tierpark Gettorf : Forschercamp: Die Natur neu entdecken

Volker Strehlow, Vorsitzender des Fördervereins, und Mats Grünberg (6) betrachten eine Kröte unter dem Mikroskop.
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Volker Strehlow, Vorsitzender des Fördervereins, und Mats Grünberg (6) betrachten eine Kröte unter dem Mikroskop.

Förderverein des Tierparks bietet jeden Mittwoch wechselnde Workshops für kleine und große Entdecker an

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27. Mai 2015, 06:08 Uhr

Die Welt der Tiere auf ganz besondere Weise zu erkunden – diese Gelegenheit bietet das i-punkt-Natureum im Tierpark kleinen und großen Besuchern seit 2007. Von April bis Oktober, jeweils mittwochs von 14 bis 16.30 Uhr, können Neuforscher auch außerhalb der Schule mit Mikroskop und Objektträger arbeiten. Das Ausprobieren steht dabei im Vordergrund. Ziel des Fördervereins „Freunde des Tierparks Gettorf“ ist es, naturkundliches Wissen sowie Umwelt- und Artenschutz spielerisch zu vermitteln.

Ungefähr eine halbe Stunde vor Beginn des Forschercamps geht Henrike Leimenstoll in den zum Tierpark gehörenden Wald und sammelt an Tieren ein, was sie für das jeweilige Thema des Camps braucht. Auf dem Programmplan stehen unter anderem Käfer, Schlangen, Spinnen und Schmetterlinge. Die 20-Jährige aus Altenholz-Stift absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Förderverein. Noch bis zum 31. Juli betreut sie die kleinen und großen Entdecker bei ihren Beobachtungen und steht bei Fragen zur Verfügung. „Die Arbeit mit Kindern bringt Spaß. Manche sind so richtig wissbegierig“, sagte die FÖJ-lerin. Freude hat sie zudem besonders am gemeinsamen Beobachten und Erklären.

Im Forschungsraum steht ein Terrarium mit Stabschrecken. Der sechsjährige „Forscher“ Mats Grünberg aus Bordesholm ist begeistert: Er darf eines der Tiere, die eigentlich in Südostasien leben, auf die Hand nehmen. Der Pflanzenfresser klappt bei Berührung seine Beine ein und sieht so für Feinde aus wie ein Stock.

Sonst sind eher einheimische Tiere im Forschercamp zu beobachten. Tiere vom Waldboden, Schmetterlinge aber auch verschiedene Tierfelle können unter dem Mikroskop betrachtet werden. Dabei eröffnet sich für die Kinder eine neue Welt. Auf einem großen Bildschirm können die kleinen Besucher die Vergrößerung eines Schmetterlingsflügels sehen.

Für Mats hatte der neue Vorsitzende des Fördervereins, Volker Strehlow, noch etwas ganz Besonderes zu entdecken: In dem Behälter unter dem Mikroskop wartet eine kleine Kröte auf den neugierigen Forscher. Interessiert begutachtet Mats die trockene, mit Warzen bedeckte Haut der Kröte, die flugs versucht, wieder in die Freiheit zu hüpfen.

Strehlow, der im November 2014 den langjährigen Vorsitzenden und Gründer des Fördervereins, Dr. Wolfgang Böckeler, ablöste, kann sich für die Zukunft der naturkundlichen Bildungsstätte vorstellen, mehr auf außerschulische Lernangebote in Zusammenarbeit mit den Schulen zu setzen. Er stellte fest: „Wir müssen das umstrukturieren. Die Schullandschaft hat sich geändert. Die Kinder sind ja bis 15, 16 Uhr in der Schule“. Nach fast einem halben Jahr im Amt kann der pensionierte Lehrer sagen: „Ja, das ist was für mich. Das macht mir Spaß“. Die Zukunft sieht Volker Strehlow in der Gewinnung von neuen Mitgliedern und bei Spenden und Sponsoring. Er stellte fest: „Der Förderverein ist unerlässlich für den Tierpark“.

Das Forschercamp im i-punkt-Natureum im Tierpark Gettorf ist jeweils mittwochs von 14 bis 16.30 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung für Einzelbesucher ist nicht notwendig. Der Förderverein „Freunde des Tierparks Gettorf“ freut sich auch über den Besuch von Schulklassen. Wer die Tierfreunde unterstützen will, bekommt weiterführende Informationen unter Tel. 04346/42  89  549, E-Mail: kontakt@zoofreunde-gettorf.de und auf www.zoofreunde-gettorf.de.

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