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Forschernacht und Mathe-Sams : Forschen und Rechnen hoch im Kurs

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Große Beteiligung beim Forschernacht in der Grundschule Altenholz / Kluge Rechner beim Mathe-Sams in der Gettorfer Parkschule

Wenn sich lauter Miniaturausgaben von Albert Einstein, Marie Curie, Johannes Keppler, Robert Koch oder auch Johann Wolfgang von Goethe, der sich nicht nur als Dichter, sondern auch als Naturforscher einen Namen machte, die Klinken im Schulgebäude in die Hand geben, dann ist wieder Forschernacht. Über 70 Erst- bis Viertklässler der Grundschule in Stift nahmen am Freitagabend daran teil. Es war, wie Förderschullehrer Uli Hedtke sagte, nach 2013 die zweite Auflage der Veranstaltung. Geboren wurde die Idee von der Fachkonferenz in Klausdorf, wo es die Nacht schon seit längerem gibt, vor zwei Jahren übernahmen auch die Stifter Kollegen das Konzept.

Die kleinen Nachwuchsforscher können wählen, welche Experimente sie ausprobieren möchten und führen während des Abends ein „Forscherbuch“, in dem sie alles notieren. Bei den Aufgaben geht es darum, zu beobachten und zunächst zu vermuten, was bei dem jeweiligen Experiment passieren könnte. Nach der anschließenden Durchführung sehen die Kinder, ob sie mit ihrer Vermutung richtig lagen oder nicht, und sollen dann erklären, warum der Versuch so und nicht anders verlaufen ist. Und da das Ganze auf freiwilliger Basis und in spielerischer Art passiert, hatten alle ihren Spaß an den Aufgaben aus den Bereichen Biologie, Physik, Astronomie, Chemie und Medizin.

Unterstützt wurden die Initiatoren durch Lehrkräfte, Eltern, ältere Geschwister und Schüler des benachbarten Gymnasiums. So wie durch Malte und Arne (beide 15), die an der von Lars Hollensen geleiteten Chemie-AG des Gymnasiums teilnehmen und gerade mit Lotta (6) und Timo (8) mittels Tinte und Wasser „chemische Blumen“ auf einen Rundfilter zauberten. Und auch hier ging es darum, zu vermuten, zu beobachten und zu erklären was passiert, wenn Wasser durch einen Tintenfleck strömt. Denise (11) und Bela (10) beschäftigten sich derweil mit dem Herzschlag von Mitschüler Gabriel (9), und Emmilie (8) prüfte zusammen mit Emily (9) die Färbung klarer Flüssigkeiten durch Zugabe von Rotkohlsaft. Und während weitere Schüler die „Camera Obscura“ erforschten, die Brennbarkeit von Würfelzucker herausfanden, sich mit in Selter tanzenden Rosinen beschäftigten oder untersuchten, wie viel Zucker sich in 50 Milliliter Wasser lösen lassen,testeten Hannes (9) und Paul (8) die elektrische Leitfähigkeit verschiedener Materialien.

Während in Altenholz geforscht wurde, wurde in Gettorf fleißig gerechnet. Knapp 90 Schüler der Parkschule Gettorf nahmen am Sonnabend am alljährlichen „Mathe-Sams“ -Tag teil. 37 Gruppen mit zwei bis drei Kindern aus den dritten und vierten Klassen beteiligten sich in diesem Jahr.
In elf Themenräumen lernten die Kinder sowohl die vielfältigen Seiten der Mathematik als auch ihre eigene Schule besser kennen. Denn, so Kirsten Alberts, Mathematik-Lehrerin und Organisatorin des „Mathe-Sams“: „Im Alltag sitzen die Kinder in ihren eigenen Klassenzimmern und kennen die übrige Schule kaum.“ Fähigkeiten in Logik, Gedächtnis, Kopf-Geometrie oder auch Bauen waren gefordert.. Im Raum „Arabische Zahlen“ galt es die Aufgabe zu lösen, sich die römischen Pendants unserer arabischen Ziffern innerhalb von zwei Minuten einzuprägen. Danach waren Rechenaufgaben, geschrieben in römischen Zahlen, dran. Im Raum „Geldgeschenke“ musste ein Geldbetrag, der den Kindern als Papiergeld vorlag, unter einer bestimmten Anzahl von Freunden gleichmäßig aufgeteilt werden. Drei Schwierigkeitsgrade standen zur Auswahl. Für eine richtige gelöste Aufgabe des ersten Schwierigkeitsgrades gab es einen Punkt, für den zweiten Schwierigkeitsgrad zwei Punkte und drei Punkte für eine richtige Lösung im dritten Schwierigkeitsgrad. 33 Punkte waren erreichbar.

Altersgerecht waren die Kniffel- und Knobelaufgaben aufbereitet. Lucas Gerdes, Jonas Loewe und Silas Jenz probierten sich am „Fliesenlegen“. Sie berechneten, wie viele Fliesen auf eine abgesteckte Fläche passten. „Hat Spaß gemacht.“ resümierten sie. Ebenso einig waren sie sich, dass die Aufgaben schwieriger waren als noch 2014.

Die Gewinner: Diesjähriger Sieger des „Mathe-Sams“ ist mit 18 Punkten das Team „Mathe-Freunde“, bestehend aus Hannah Beese, Denise Peters und Maja Ailland (4b). Den zweiten Platz teilten sich drei Teams: die „Wilde-Highschool-Haie“ (4  b/4  c), die „Mathe-Genies“ (3  d) und die „Kuckucksuhren“ (3  d), alle 17 Punkte.Die Teams der „Mathe-Fußballstars“ als auch die „Mathemasern“ (beide Klasse 4  c) kamen mit 16 Punkten auf Platz drei.

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