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Eckernförder Zeitung

20. November 2017 | 18:33 Uhr

Forderung nach Fracking-Verbot

vom

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Gettorf | Fracking muss verboten werden. Da waren sich Sönke Rix, Mitglied des Bundestages, Dr. Kai Dolgner, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, Frank Schwabe, Bundestagsabgeordnete, und Olaf Schulze, Landtagsabgeordneter und energiepolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, einig. Sie diskutierten am Dienstagabend in Gettorf über das Thema Fracking - ein Verfahren, mit dem Erdgas aus unterirdischen Gesteinsschichten erschlossen werden kann. Dabei wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in das Gestein gepresst. Dadurch wird Gas freigesetzt, das durch Bohrleitungssysteme an die Oberfläche gelangt.

Zu Jahresbeginn hatten Berichte über die Suche nach Erdgas und -öl mit Hilfe von Fracking im Dänischen Wohld, unter anderen in Schwedeneck-Feld, für Unruhe bei den Bürgern gesorgt. Das Fracking wurden anschließend jedoch von der Firma RWE Dea ausdrücklich ausgeschlossen.

"Mit Einsatz von Chemikalien halte ich Fracking für nicht verantwortbar", so Schwabe. Um Fracking zu verhindern, müsste das Bundesberggesetz geändert werden. Die regierungstragenden Fraktionen haben im Koalitionsvertrag des Landes geschrieben, dass sie Fracking ablehnen, berichtete Schulze. Ende vergangenen Jahres hätten sie einen interfraktionellen Antrag gegen Fracking eingebracht, der einstimmig verabschiedet wurde. Die Landesregierung sei aufgefordert worden, auf Bundesebene für ein Verbot aktiv zu werden.

"Fracking ist ein sinnbildendes Thema dafür, wie man die Energiewende an die Wand fahren kann", sagte Schwabe. Der Bundesrat habe Beschlüsse getroffen, dass Fracking verboten werden müsse, solange es nur mit Chemikalien möglich sei, so Schwabe und schlug vor: "Die könnte die Bundesregierung eins zu eins so ins Kabinett einbringen." Außerdem forderte er Transparenz und Entschädigungsregelungen und Überprüfungsmöglichkeiten für die Umweltverträglichkeit für ein modernes Bergrecht." Genau wie bei der Atomenergie sei nicht klar, welche Risiken das Fracking habe, sagte Rix, der zu der Veranstaltung eingeladen hatte, und kündigte an: "Ich werde mich im Bundestag dafür einsetzen, dass Fracking verboten wird."

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