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Festival : Folk Baltica kommt mit starken Stimmen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Folk-Festival veranstaltet drei Konzerte in Eckernförde, Gettorf und Kappeln. Dabei sind Musiker aus Deutschland, Norwegen, Island und Kanada.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2016 | 05:51 Uhr

Eckernförde | Folk Baltica kommt wieder nach Eckernförde. Das grenzübergreifende deutsch-dänische Folkfestival besticht seit dem Jahr 2004 durch große Namen des baltischen Folks sowie das feine Gespür seiner Macher für Qualität außerhalb des Mainstreams. 31 Konzerte in an 29 Spielstätten in 18 Orten – das Festival hat seinen Terminkalender ausgedehnt und dauert nun neun statt fünf Tage. Los geht es am 23. April mit dem Auftaktkonzert des Folk-Baltica-Ensemble und dem Stockholm Lisboa Project in Husum und endet mit dem Abschlusskonzert von Wehmut und Hoffnung am 1. Mai in Flensburg.

Dazwischen liegen auch drei Konzerte in Gettorf, Kappeln und Eckernförde – und die haben es in sich. So können die Besucher der St.-Jürgen-Kirche in Gettorf am Donnerstag, 28. April, ab 20 Uhr ein Doppelkonzert mit dem Gerhard Schöne Trio (Gitarre, Saxophon, Orgel) und Buddy MacDonald (Gitarre, Gesang) erleben. „Es wird ein Abend mit vielen Worten und lyrischen Geschichten“, verspricht Harald Haugaard, der künstlerische Leiter des Festivals. Erstmals gibt es in diesem Jahr nämlich keinen geographischen Schwerpunkt für das Festival, sondern einen inhaltlichen: „Stimmen“ lautet die Überschrift, und so dominieren die erzählerischen Momente.

Wie bei Gerhard Schöne. Er gehört zu den wenigen ostdeutschen Liedermachern, deren Popularität die politischen Turbulenzen der 1990er-Jahre ungebrochen überstanden hat. Und auch Buddy MacDonald ist Songwriter und Storyteller, nur eben aus Kanada. Eines seiner Talente ist es, das Publikum zum Mitsingen zu motivieren.

In Kappeln wartet am selben Abend um 20 Uhr ein Leckerbissen in der Auferstehungskirche Ellenberg: Die Indie-Folk-Boy-Band Arstidir aus Reykjavik ist in ganz Island bekannt. Die vier Musiker haben einen neuen Klang entwickelt, der stark in Verbindung zu der poetischen Tradition aus dem Nordatlantik steht. Ihre Musik zeichnet sich durch Elemente aus der klassischen Musik und Indie-Folk-Rock aus. „Ein Klasse-Act“, sagt Haugaard. Ihr Konzert in Flensburg ist bereits ausverkauft.

In Eckernförde werden Kristoffer Kleiveland und Sindre Fotland am Freitag, 29. April, um 20 Uhr im Medborgerhus auftreten. „Ich habe die beiden Norweger im letzten Jahr auf einem Festival in den USA gehört“, sagt Harald Haugaard, „und musste sie herholen“. Die beiden spielen mit viel Humor traditionelle norwegische Musik. Dabei kommen „Hunderte Stimmen aus ihren Akkordeons“. Auch ihr Konzert beim nordischen Ball in Flensburg ist schon ausverkauft.

Das Folk-Baltica-Festival hat sich nach einer Krise im Jahr 20014 wieder erholt – und noch mehr: Auch die Landespolitik hat die Qualität erkannt und hat die Förderung von 50- auf 70  000 Euro erhöht. „Die Künstler spielen sehr gern in der Grenzregion“, sagt Harald Haugaard. „Sie haben hier ein begeistertes Publikum, es gibt viele Standing Ovations.“ So finden auch bekannte Gruppen wie die „Latvian Voices“ aus Lettland ihren Weg zum Folk-Baltica-Festival.

> Tickets gibt es im Kunden-Center der Eckernförder Zeitung, Kieler Straße 55. >www.folkbaltica.de

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