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Ideensammlung : Folgt der Tourismus auf die Bundeswehr?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinde Waabs startet Ideensammlung zur Nachnutzung der alten FlaRak-Liegenschaft in Kleinwaabs. Bis Ende des Jahres können Bürger, Unternehmen und Fraktionen Ideen einreichen.

Mit dem ehemaligen FlaRak-Gelände der Bundeswehr verfügt Waabs über ein Filetstück für den Tourismus mit Ostseeblick. 15 Jahre lang war das rund 10,5 Hektar große Areal in Kleinwaabs im Bereich Flintholm bisher baulich nicht nutzbar für die Gemeinde, ohne Gefahr zulaufen, einen beträchtlichen Abschlag als Ablösung an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zu zahlen, erläuterte Bürgermeister Udo Steinacker bei der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses. Erst mit Ablauf der 15-jährigen Bindungsfrist fiel das Gelände uneingeschränkt im März in den Besitz der Gemeinde.

Ideen für eine Nachnutzung der Fläche gab es immer mal wieder, berichtete Steinacker, dem nun von einem Bürger ein neuer Vorschlag gemacht wurde. Dieser schlug die Schaffung eines Wohndorfes vor, in dem Senioren, Alleinerziehende und Familien gemeinsam wohnen und leben können. Gebäude sollen in die Naturlandschaft integriert errichtet werden und im Einklang von Natur und Wohnen entstehen. Als Betreibergesellschaft wird eine gemeinnützige GmbH ins Spiel gebracht, in der die Eigentümer der Häuser Mitglieder sind. Großinvestoren sollten außen vor bleiben. In einer Übergangszeit, wo möglicherweise Eigentümer nicht selbst die Immobilie nutzen wollen, könnte es als Ferienhaus vermietet werden, heißt es in dem Schreiben weiter. Der Hinweisgeber verweist auf ein ähnlich gelagertes Projekt Stranddorf Augustendorf in Ostholstein.

Als Grundsätzlich interessant wertete der Ausschuss unter Leitung von Heinz Haller (WVW) die Idee, wieder über das Areal zu sprechen. Und auch Wohnen von Alt und Jung sei reizvoll. Allerdings wurde schnell festgestellt, dass die Schaffung weiteren Wohnraumes gemäß den Vorgaben des Innenministeriums bis 2025 erschöpft sind, wie Nis Juhl feststellte (CDU). Eine Nutzung der Fläche sei vermutlich nur als Sondergebiet Tourismus denkbar, so Steinacker, oder man warte 2025 ab. Er nahm den Vorschlag aber gerne zum Anlass, generell über eine Nachnutzung des Areals zu reden.

In der Diskussion wurde auch über die Vorschläge eines dänischen Ferienhaus-Anbieters gesprochen, der dort vor fast fünf Jahren Ideen für eine Ferienanlage vorstellte. Aufgrund der dafür nötigen Ablösung des Areals durch die Gemeinde von der BIMA, war das Projekt für Waabs nicht zu realisieren, so Steinacker, „einfach zu teuer, die Kosten wurden nie ermittelt“. Gleichwohl hatte es damals bei einer Einwohnerversammlung eine überwältigende Zustimmung der Bürger zu dem Vorhaben gegeben. „Gelöst werden muss in jedem Fall die Verkehrsanbindung für ein mögliches Ferienhausgebiet mit vielleicht 60 Häusern“, wandte der Bürgermeister ein.

Der Ausschuss ermächtigte Steinacker Interessenten von damals anzusprechen, um möglicherweise erneut Interesse für Investitionen zu wecken. Zugleich ermutigte der Ausschuss Bürger, Fraktionen und alle anderen Interessierten Ideen und Vorschläge zu machen. Zugleich soll es mehr Informationen zu dem Wohnprojekt für Jung und Alt geben. Ideen und Vorschläge können zunächst bis Jahresende an die Gemeinde eingereicht werden.


 

 

 

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erstellt am 02.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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