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Aktiv-Region : Förderzusage für Musik in der Kita

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Aktiv-Region fördert neue Projekte / Grüne Woche und Musik in Kitas

von
erstellt am 23.Jun.2016 | 06:05 Uhr

Altenhof | Ein kunterbunter Transporter könnte schon bald die Kindertagesstätten in der Aktiv-Region Hügelland am Ostseestrand anfahren, und den Mädchen und Jungen die Musik ins Haus bringen. Musiculum Mobil heißt das von der Stiftung Jovita getragene Konzept, das die kreativen Bildungsangebote gerade im ländlichen Raum erweitern will. „Wir bekommen viele Rückmeldungen von Eltern, dass die Anfahrtswege zu uns nach Kiel sehr weit sind“, sagte Meike Straub-Jensen, stellvertretende Geschäftsführerin von Musiculum. Die mobile Variante sei eine Möglichkeit, Kinder zu erreichen, die aufgrund ihres Wohnortes weniger mit Kunst und Kultur in Berührung kommen. Sie stellte gestern dem Vorstand der Aktiv-Region in der Isarnhoe-Destillerie von Ralf Stelzer in Altenhof das Konzept vor.

Der Vorstand hat im weiteren Verlauf der Sitzung beschlossen, dieses Projekt für die nächsten drei Jahre mit Mitteln der Europäischen Union zu fördern. Damit steht die Region nicht alleine, denn auch vier weitere Aktiv-Regionen schließen sich diesem Antrag an. „Insgesamt sind das in den fünf Regionen rund 250 Kindertagesstätten“, berichtete der Aktiv-Region-Vorsitzende Matthias Meins. Ziel ist es, dass jede Kindertagesstätte mindestens einmal Besuch von dem Musiculum Mobil bekommt. „Wir wollen, dass die Kinder Instrumente und die Akustik mit allen Sinnen begreifen“, sagte Meike Straub-Jensen. Kinder werden kreativ gefördert und sollen Lust bekommen, ein Instrument zu erlernen. „Sobald es losgeht, werden wir alle Kitas anschreiben“, versicherte Straub-Jensen.

Die Gesamtkosten für das Projekt in allen fünf Regionen belaufen sich auf gut 130  000 Euro. Der Zuschuss beträgt 104  000 Euro, also 80 Prozent. Normalerweise werden bei uns öffentliche Projekte zu 55 Prozent, private Projekte zu 45 Prozent gefördert, sagte Regionalmanager Dr. Dieter Kuhn. Die Förderquote sei aber in anderen Aktiv-Region höher, sodass diese übernommen werden könnte. Der Eigenanteil der Aktiv-Region Hügelland am Ostseestrand beträgt für drei Jahre rund 16  700 Euro.

Oberste Priorität bei den Projekt hat aber die Teilnahme an der Grünen Woche in den Jahren 2017 bis 2019. Der Auftritt in diesem Jahr hätte alle Beteiligten überzeugt, sagte Dr. Juliane Rumpf aus Sehestedt. Die Gesamtkosten betragen 92  000 Euro, die Fördersumme 42  350 Euro. „Wir werden bei den nächsten Malen zwei „Hummerbuden“ besetzen, kündigte Juliane Rumpf an. In der ersten werde man die Vielfalt der Region mit seinen Unterkünften, Produzenten und Freizeitangeboten präsentieren. In der zweiten Hummerbude werde für die Besucher Essen gekocht, passend für die Region, gebe es Labskaus. „Außerdem wollen wir unser Angebot für die Berliner Schüler, die die Messe besuchen, erweitern“, so Rumpf. So soll es Bildungsangebote rund um das Thema Natur geben. Geplant ist auch, möglichst viele Bürgermeister der Region zu einem Besuch auf der Grünen Woche zu bewegen. „Vernetzung ist wichtig“, betonte die Sehestedterin, die Veranstaltung biete gute Möglichkeiten mit Politikern auf Bundes- und Landesebene ins Gespräch zu kommen, Probleme anzusprechen und sich zu vernetzen.

Dieter Kuhn konnte berichten, dass Zuwendungsbescheide vorliegen: für den Zukunftsplan Dänischer Wohld über rund 28  000 Euro, für das Whiskey-Museum im Redderhus über 45  100 Euro und für den Anbau an das Sportheim des Surendorfer TS über 100  000 Euro. Insgesamt können bis 2020 noch gut 2,1 Millionen Euro an Zuschüssen verteilt werden. 

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