Kirchenschiff-Lauf : Flut spült die Schubyer zum Sieg

Mit 26 Teilnehmern am 7. Karbyer Kirchenschiff-Lauf konnten die Starter aus Dörphof-Schuby in diesem Jahr den Wanderpokal in Empfang nehmen.
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Mit 26 Teilnehmern am 7. Karbyer Kirchenschiff-Lauf konnten die Starter aus Dörphof-Schuby in diesem Jahr den Wanderpokal in Empfang nehmen.

Team aus Dörphof-Schuby sichert sich den Wanderpokal beim 7. Karbyer Kirchenschiff-Lauf. Schlechtes Wetter sorgt für geringe Teilnehmerzahl.

shz.de von
18. Juni 2018, 06:12 Uhr

Karby | Mit Regen und größer Hitze hatte der Karbyer Kirchenschiffverein bei seinen Benefizläufen schon oft zu kämpfen. Was aber am Sonnabend aus dem Himmel niederkam, das kam einer Sintflut gleich. Der 7. Kirchenschiff-Lauf war dennoch ein Erfolg, denn wer sich einmal für die Karbyer Kirche engagiert, der trotzt auch den Launen der Natur. 71 Kirchenschiff-Laufteilnehmer machten mit und steuerten von verschiedenen Startpunkten aus das Karbyer Gemeindehaus an. Mit ihrem Startgeld und weiteren Überschüssen aus dem Fest im Anschluss füllten sie die Vereinskasse, um damit die Renovierung der Karbyer Kirche zu unterstützen.

13.45 Uhr – 15 Minuten vor dem Start: Donnergrollen über Karby. Der Himmel dunkelgrau. Regen prasselt auf die Straße, spritzt hoch in tausenden kleinen Wasserkreisen. Es schüttet wie aus Kannen. Kein Mensch ist im Dorf zu sehen. Warum auch? In Sekunden wäre er bis aufs Hemd durchnässt. Unter einem Dach am Gemeindehaus laufen die Mobiltelefone heiß. Claudia Schmidt, die Vorsitzende des Fördervereins Karbyer Kirchenschiff, telefoniert mit Brodersby: „Bei Gewitter auf keinen Fall starten“, weist sie an. Dann ein erneutes Telefonat und ein Lächeln in ihrem Gesicht: „In Schuby haben sich einige Leute auf den Weg gemacht.“ Das Aufatmen der anderen Vereinsmitglieder scheint hörbar. Gunnar Nemdahl, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, kümmert sich mit Pastor Martin Krumbeck um den Grill, auf dem später die Würstchen brutzeln sollen.

13.55 Uhr: Es hat aufgehört zu regnen und Angelika Teegen macht sogar die ersten Sonnenstrahlen aus. Der 7. Kirchenschiff-Lauf ist gerettet! Die Würstchen und die elf Torten vom Kuchenbuffet müssen nicht wieder eingepackt werden. Pastor Krumbeck verschwindet kurz im Gemeindehaus, um ein paar Minuten später im sportlichen Laufdress wieder zu erscheinen. Es gilt, den Karbyer Sieg vom Vorjahr zu verteidigen. Das Gewitter hat die Chancen zwar zunichte gemacht, aber die Stimmung ist bestens.

14.20 Uhr: Die ersten Radfahrer trudeln ein. Die beiden Mädchen Johanna und Annasuya Eckers sind mit Mama Julia und dem Familienhund von Schuby aus gestartet. „Wir haben fünf vor zwei noch auf dem Sofa gesessen“, erzählt Julia Eckers. Aber so zehn nach zwei habe sich das Gewitter Richtung Westen verzogen. Und so kamen die meisten der Schubyer Radler mit trockenen Sachen nach Karby. Ein Blick auf den Zählzettel zeigt: Bis jetzt hat Brodersby/Schönhagen die Nase vorn.

14.33 Uhr: Die Bratwürste auf dem Grill duften. In der Kaffeestube herrscht Hochbetrieb. Zwei Läufer laufen in die Zielkurve. Patrick Bremer und Jan Andresen legten die fünf Kilometer von Schuby aus in 23 Minuten und 23 Sekunden zurück.

Als um 14.50 Uhr Damps Bürgermeister Horst Böttcher laufenderweise am Gemeindehaus eintrifft, steht bereits fest, dass Dörphof/Schuby Brodersby/Schönhagen überholt hat. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem der Wanderpokal dieses Mal nach Schuby geht. Die Schubyer siegen mit 26 Teilnehmern, gefolgt von Brodersby mit 23. Aus Winnemark treffen sieben Starter ein und aus Karby immerhin fünf.

„Uns fehlen in diesem Jahr die Kindergartenkinder“, lacht Claudia Schmidt. Sie und deren Eltern hatten in den vergangenen Jahren den Sieg für Karby stets perfekt gemacht. Gesiegt, so Claudia Schmidt, haben letztendlich alle, denn die Kirche liege den Gemeindemitgliedern sehr am Herzen. Viele interessieren sich für die Renovierungsarbeiten und fragen auch schon, wann es den nächsten Kirchenschiff-Lauf gibt. Und den gibt es im kommenden Jahr ganz sicher.

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