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Landrat besucht gettorf : Flüchtlingsbeirat – Landrat lobt Betreuungsarbeit

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer und Kreisverwaltungsdirektor Dr. Thilo Rohlfs auf Ämterbereisung im Wohld

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 07:10 Uhr

Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer hatte eine gute Nachricht im Gepäck, als er am Dienstag im Zuge der Ämterbereisung die Amtsverwaltung Dänischer Wohld besuchte. Rückwirkend zum 1. Januar 2014 hat das Land den Kreisen angesichts steigender Zahlen eine finanzielle Unterstützung hinsichtlich der Betreuung von Asylbewerbern zugesagt. Mit 64 Euro pro Flüchtling und Quartal will das Land das Engagement der Kreise unterstützen. Dieses Geld will der Kreis in voller Höhe den Gemeinden zukommen lassen. „Auf diese Weise können wir das Engagement vor Ort, das von den Kommunen geleistet wird, besser unterstützen“, erläuterte der Kreisverwaltungsdirektor Dr. Thilo Rohlfs. Die Betreuung der Flüchtlinge im Amtsbereich Dänischer Wohld durch den Flüchtlingsbeirat wies er „absolute Vorreiterfunktion“ für andere Ämter zu.

Seit 2008 reist Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer alle zwei Jahre durch seinen Kreis, um auf kommunaler Ebene einen „direkten Gesprächsaustausch “ mit den Bürgermeistern und der Verwaltung der 16 Ämtern zu suchen. Zwei drängende Themen beschäftigen zurzeit den Kreis und somit auch die Kommunen: die Unterbringung und Betreuung der steigenden Zahl von Asylbewerbern und die steigenden Erwartungen von Land und Bund, vor allem im Bereich ÖPNV. „Da stehen die Kommunen vor riesigen Herausforderungen“, so Dr. Schwemer. Beispielsweise müsse jede Kommune laut EU-Vorgabe bis 2022 ihre Bushaltestellen barrierefrei gestalten.

Kreisweit gibt es rund 2200 Bushaltestellen. Während die Stadt Eckernförde in dieser Hinsicht schon vorbildhaft sei, gebe es im ländlichen Raum „einen Riesennachholbedarf“, so der Landrat. „Dann schaffen wir die Bushaltestellen ab“, sagte Tüttendorfs Bürgermeister Wolfgang Kerber. Seine Gemeinde sei am Rande des finanziell Möglichen angelangt und könne für 2015 keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. „Die Gemeinden stehen am Ende der Kette und sollen alles bezahlen“, äußerte er seinen Unmut. Er und seine Bürgermeisterkollegen fragten sich, wie lange sich noch angesichts der immer enger werdenden Finanzen Freiwillige für das Ehrenamt des Gemeindevertreters finden lassen könnten. Ein Argument, das Landrat Dr. Schwemer nachvollziehen konnte. „Das kommunale Ehrenamt lebt davon, Gestaltungsspielraum zu haben.“

Dem immer größer werdenden Erwartungsdruck vom Land und Bund setzte er die Forderung nach besserer finanzieller Ausstattung entgegen. „Es reicht nicht, dass wir eine Aufgabe bekommen. Es fehlt auch das Geld.“

Amtsdirektor Matthias Meins betonte die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kreis, über die man „sehr glücklich “ sei. So werde beispielsweise vor einer Anhebung der Kreisumlage mit den Ämtern gesprochen, was nicht in jedem Kreis der Fall sei. Auch der Amtsvorsteher, Kurt Arndt, unterstrich die „fruchtbare Zusammenarbeit“ mit dem Kreis: „Wir sind nicht auseinander, wir sind beieinander.“

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