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Umzug : Flüchtlinge ziehen um ins Hotel Tannenhof

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

25 Personen verlassen die Schwedenecker Ferienhäusern und wechseln in das Surendorfer Gebäude

Noch wohnen sie in den Ferienhäusern der Schwedeneck Touristik in Surendorf am Strand. Anfang März werden die 25 dort untergebrachten Flüchtlinge aus Afghanistan, Irak und Armenien ins Hotel Tannenhof im Surendorfer Ortskern umziehen. Das teilten Amtsvorsteher Sönke Paulsen und Björn Petersen, der Leiter des Haupt-, Ordnungs- und Bauamtes der Amtsverwaltung Dänischenhagen, die für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig ist, jetzt mit. Auch um Gerüchten vorzubeugen.

Die Ferienhäuser am Strand sollen zur Osterzeit wieder Touristen zur Verfügung stehen. Der Betreiber des Hotels Tannenhof, Rainer Horstmann, sei mit der Möglichkeit der Unterbringung von Flüchtlingen an sie herangetreten, erklärt Sönke Paulsen. Nach Verhandlungen wurde ein Mietvertrag über zunächst zwei Jahre abgeschlossen. „Wir sind froh, dass wir diese Möglichkeit bekommen haben“, betont Sönke Paulsen. Denn die Unterbringung der Flüchtlinge in den Ferienhäusern sei nur eine vorüber-gehende Lösung gewesen. Da die Ferienhäuser im Winter nicht genutzt werden, waren die Flüchtlinge dort nach Gesprächen mit der Schwedeneck Touristik und Bürgermeister Gustav Jonas kurz vor Weihnachten untergekommen. Der Amtsvorsteher ist froh und dankbar, dass die Mitarbeiter der Schwedeneck Touristik die Flüchtlinge, wie er findet, so vorbildlich begleitet und mit den deutschen Lebensgewohnheiten wie Toilettenbenutzung, Betten beziehen und Mülltrennung vertraut gemacht haben.

Bisher sind die Erfahrungen des Amtes gut. Die überwiegend jungen Familien und Pärchen seien gebildet, weltoffen und willig, sich einzugliedern. Die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, bestehend aus etwa 60 Helfern, kümmert sich um die dem Amtsbereich zugewiesenen Menschen. Derzeit bemüht sich das Amt um einen hauptamtlichen Koordinator. Denn das Ganze ist ehrenamtlich nicht mehr zu leisten. Für die nahe Zukunft sehen sich Amtsvorsteher und Verwaltung mit Unterbringungsmöglichkeiten gut gerüstet.

Im vergangenen Jahr seien die Zuweisungsquoten für Flüchtlinge erst immer erhöht, dann zum Jahresende wieder relativiert worden, merkt Sönke Paulsen an. „Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt.“

Zurzeit steht das Amt mit der Gemeinde Schwedeneck für den Kauf eines Einfamilienhauses in Verhandlungen, in dem acht bis zehn Leute unterkommen könnten. Ein in Dänischenhagen erworbenes Einfamilienhaus für ebenfalls acht bis zehn Leute soll in diesen Tagen fertig renoviert sein. Beschlossen wurde bereits, in Bellevue zwischen Dänischenhagen und Strande zehn Wohnungen zur Unterbringung von etwa 40 Menschen neu zu bauen. Die Hoffnung ist, den Neubau im Herbst fertiggestellt zu haben. Darüber hinaus besteht mit Errichtung der geplanten Modulbauten auf dem Sportplatz in Lindhöft ab Herbst auch dort die Möglichkeit, weitere Menschen unterzubringen. Björn Petersen erklärt: „Wir versuchen, den eingeschlagenen Weg über Eigentum und Miete weiterzuverfolgen.“

 


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