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kennenlernen : Flüchtlinge und Helfer gemeinsam auf Tour

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Besondere Fahrgäste nahmen an einer Fahrt mit der Angelner Dampfeisenbahn teil. Ein Kappelner Unternehmer sponserte das Vergnügen.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2015 | 05:25 Uhr

Auf einer der letzten Fahrten in dieser Saison beförderte die Angelner Dampfeisenbahn ganz besondere Fahrgäste: Der Kappelner Unternehmer Matthias Mau hatte Flüchtlinge und Ehrenamtliche aus der Region eingeladen und sponserte ihnen die Eisenbahnfahrt von Kappeln nach Süderbrarup und zurück.

Ziel dieser Aktion war zum einen das Kennenlernen der Flüchtlinge untereinander in ungezwungener Atmosphäre. Niels Tippe vom Wilkommenskreis Höxmark aus Brodersby erkannte aber gleichzeitig die Gelegenheit, während der Fahrt die Kontakte zwischen den neuen Bewohnern und den Helferkreisen Kappeln, Höxmark und Dörphof zu intensivieren.

Trotz der recht kurzfristigen Einladung nahmen mehr als 60 Menschen teil. Die Organisatoren vor Ort, Sigrid Schmidt und Manfred Wachtel, hatten alle Hände voll zu tun, die Teilnehmerzahlen zu aktualisieren und Fahrkarten zu beschaffen. Und am Ende mussten sich vier Mitfahrer sputen, um den Zug noch zu erreichen. Die Lokomotive kündigte bereits die unmittelbar bevorstehende Abfahrt unüberhörbar durch das typische Pfeifen an. Tippes Fazit am Ende der Aktion: „Das ist für alle eine willkommene Abwechslung gewesen.“

Mittlerweile haben in der Region Nordschwansen/Kappeln rund 170 Flüchtlinge ein neues Zuhause gefunden und bezogen, davon knapp 100 Menschen in Kappeln, 36 in Höxmark und 34 in Dörphof. Diese Zahlen unterliegen einem ständigen Wandel, sei es durch Wegzug der Asylsuchenden nach ihrer Anerkennung oder durch die Rückführung in die Heimat. Manfred Wachtel, Initiator der Fahrradwerkstatt, ein Projekt der Stadt Kappeln und des Kappelner Vereins „Sozial-Forum“, das von der Initiative „Hand in Hand“ getragen wird, ist nach wie vor begeistert von der Resonanz und Spendenbereitschaft der Bevölkerung. So werde es ihm mit seinen Helfern weiterhin zweimal wöchentlich ermöglicht, Fahrräder mit den Flüchtlingen zu reparieren, die ihnen eine gewissen Mobilität bieten.

Gleiches gilt für den Fahrradworkshop des Willkommenskreises Höxmark, der jeden Mittwoch zwischen 16 und 18 Uhr in Brodersby stattfindet. Wer diesen unterstützen möchte, wendet sich an Peter Sauer, Tel. 04644/893 (tagsüber)oder 04644/973159.

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