Farbspuren : Flüchtige Momente auf Leinwand gebannt

Die Kieler Künstlerin Ines Tönnihsen vor zwei ihrer Werke der Serie 'Elemente' aus der Reihe 'Energieeindrücke'
Die Kieler Künstlerin Ines Tönnihsen vor zwei ihrer Werke der Serie "Elemente" aus der Reihe "Energieeindrücke"

Nach langer Zeit ist in den Räumen der Verwaltungsfachhochschule Altenholz mal wieder eine Kunstausstellung zu sehen. Ines Thönnihsen zeigt eine Auswahl ihrer Arbeiten.

shz.de von
21. September 2013, 06:08 Uhr

Ausstellungen in der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) sind nichts Ungewöhnliches. Die Letzte beschäftigte sich mit der Rolle der Polizei während der NS-Zeit. Kunstausstellungen hingegen sind in den Räumen der Schule – wo Beamte des gehobenen Dienstes in den drei Fachbereichen allgemeine Verwaltung, Polizeidienst und Steuerverwaltung ausgebildet werden – eher selten. Nach langer Zeit gibt es nun wieder eine zu sehen: Am Donnerstagabend wurde die Ausstellung „Farbspuren und Energieeindrücke“ der Kieler Künstlerin Ines Thönnihsen eröffnet. Die Serie der Bilder in Acryl auf Holz, Tuch, Pappe und Leinwand – darunter großformatige wie auch mehrteilige Arbeiten – hält flüchtige Wahrnehmungsmomente fest, löst das Dargestellte aus dem Wahrgenommenen heraus.

Teils existieren die Werke der in Bremerhaven geborenen Künstlerin bereits vor ihrer Entstehung im Kopf, teils spontan während des Schaffensprozesses, und teilweise werden auch Arbeiten erneut übermalt und somit durch Folgeeindrücke verdeckt. In den meist abstrakten Arbeiten manifestieren sich Auffassungen und Einsichten in Farbharmonien. Titel an den Bildern sucht man vergeblich. „Sie stoßen den Betrachter meistens in eine bestimmte Richtung. Er soll aber selbst Eindrücke sammeln, die Bilder selbst interpretieren. Deshalb verzichte ich bewusst darauf“, so Thönnihsen.

„Wir lassen uns überraschen, wie die Ausstellung bei den Besuchern ankommt, hoffen aber natürlich auf eine positive Resonanz“, so Professor Josef Konrad Rogosch, Präsident der Fachhochschule. Die Ausstellung ist bis in den Januar auf zwei Etagen zu sehen. „Mit einer Option auf Verlängerung“, sagte Rogosch und betonte, dass Besucher jederzeit willkommen sind.

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