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auslauf flottendienstboot : Flottendienstboot „Alster" geht auf geheime Mission

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rund 90 Einsatzkräfte der Marine sind auf dem Weg zu einer neuen geheimen Mission. In knapp drei Wochen wird die Besatzung ihren Zielhafen im Mittelmeer erreichen.

Eckernförde | Mit lauter Rockmusik von Chris de Burgh, die aus den Bordlautsprechern tönte, hat das Flottendienstboot „Alster“ gestern Vormittag seinen Heimathafen in Eckernförde verlassen. Vier Monate lang wird die rund 90-köpfige Besatzung weit weg von Familie und Freunden sein. Mit dabei sind auch 35 Einsatzkräfte aus Nienburg.

Kein Wunder, dass nach dem Ablegen des Schiffes viele Tränen fließen. Eine junge Frau filmt das Ablegemanöver mit ihrem Smartphone und winkt ihrem Freund, der die Leinen los macht, immer wieder zu. Sie hat Tränen in den Augen. Ihre Mutter legt einen Arm um ihre Schulter, doch das macht den Abschied auch nicht leichter. Überall an der Kaimauer kämpfen Eltern, Kinder und Ehepartner mit den Tränen. Bis zum Sommer werden die Männer und Frauen in Zypern stationiert sein – eine lange Zeit für die Angehörigen.

Eine weitere Einsatzfahrt der „Alster“, die zum 1. U-Boot-Geschwader gehört, hat begonnen. Sowohl der Kommandant, Korvettenkapitän Andreas Maschke, als auch Oberleutnant zur See, Dana Schubert, hielten sich bedeckt, was das Ziel dieser Fahrt ist. „Es ist ein nationaler Auftrag, der uns ins südliche und östliche Mittelmeer führt“, sagt Maschke. Der stellvertretende Kommandeur Frederic Strauch spricht von einem „besonderen Auftrag und einem besonderen Waffensystem“. Vor allem zur Willensbildung der Bevölkerung vor Ort wollen die Einsatzkräfte etwas beitragen. Es ist aber auch anzunehmen, dass sich die Besatzung ein Lagebild von der Situation vor Ort macht und die Regierung anschließend darüber informiert – in Hörweite der „Alster“ liegt unter anderem Syrien.

Kommandant Andreas Maschke rechnet damit, dass die „Alster“ in zwei bis drei Wochen am Zielhafen ankommt – natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt. In Limassol treffen sie laut Oberleutnant Schubert auf Jens Grimm, Korvettenkapitän und Verbundführer des Unifil-Einsatzes, der sich ebenfalls für vier Monate im Mittelmeer aufhält.

Für die Mission gab Oberstleutnant Jochen Rosendahl der Besatzung einige Tipps mit auf den Weg. Die Teambildung sei abgeschlossen und das Boot gut in Stand gebracht worden. Da die Einsätze gefährlich seien, sind gute Kameradschaft und Wachsamkeit gefragt. „Lasst keine Routine aufkommen“, brachte der Oberstleutnant die Sache auf den Punkt.

Am Ende schenkte Rosendahl Kommandant Maschke eine kleine Schutzengelfigur – schließlich möchten die Angehörigen die Männer und Frauen im Sommer im Heimathafen wieder in ihre Arme schließen.

 

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erstellt am 25.Feb.2014 | 06:39 Uhr

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