PUBLIKUMSMAGNET : Flohmarkt mit über 1000 Besuchern

Menschennmassen zogen über die Wege des Campingplatzes.
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Menschennmassen zogen über die Wege des Campingplatzes.

140 Aussteller und viel Sonne lockten am Pfingstsonntag Sammler und Schnäppchenjäger auf den Campingplatz Karlsminde. Ein vielfältiges Angebot und die lockere Atmosphäre gefallen den Besuchern.

shz.de von
27. Mai 2015, 05:44 Uhr

KARLSMINDE Hochzufrieden zeigte sich Cheforganisator Klaus Wilke am Tag nach der Kultveranstaltung „Pfingstflohmarkt“ auf dem Karlsminder Campingplatz. Seit mehr als dreißig Jahren bieten private Aussteller ihre Waren auf dem Campingplatz an und locken damit viele Menschen an die Ostsee nach Karlsminde. In diesem Jahr war aber auch Wilke vom Ansturm überrascht. „Der Markt ist noch größer geworden. Wir haben mit 140 Ausstellern 20 Stände mehr als im Vorjahr, und gefühlt drängten sich 1000 Gäste pro Stunde über den Markt“, so Wilke.

Der Pfingstsonntag meinte es gut mit Ausstellern und Gästen. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Stände aufgebaut, und schon mit der Eröffnung des Marktes um zehn Uhr war das Gelände knüppelvoll. Vorbei an großen und kleinen Ständen schoben sich die Menschenmassen. Das Angebot war riesig – es gab wohl nichts, was es nicht gab. Vom Treppenlift bis zum Boot, von der Kaffeemaschine bis zur Lego-Sammlung, von der Disco-Kugel bis zur Sammlerpuppe. Auf dem Markt gab es alles, was das Sammler- und Schnäppchenjägerherz begehrt.

Alexandra war mit ihrer mobilen Boutique extra aus Scharbeutz angereist, um ihre Damenoberbekleidung anzubieten. Sie war begeistert von der guten Stimmung und der Möglichkeit, ihre Waren repräsentativ anzubieten. Einer der jüngsten Unternehmer auf dem Markt war Nico Weber aus Hamburg. Der achtjährige Knirps ist regelmäßig mit seinen Eltern zu Gast auf dem Campingplatz und hatte seinen Stand kreativ gestaltet Er bot neben ausrangierten Spielsachen selbst kreierte Vogeltränken und Spardosen an. Echte Unikate, die es so nur in Karlsminde gibt.

Noch größer war das Warensortiment bei Monika und Günther Schumann – Dauercamper seit vielen Jahren. Immer wenn es auf Pfingsten zugeht, tragen sie zusammen, was es in ihrem Haushalt gibt. Dann wird der kleine Zaun um den Wohnwagen abgebaut und das Gelände ein wenig erweitert und schon wird die Ruheoase zum Umschlagplatz für Biergläser, Vogelkäfig oder Wärmflasche. „Wir bieten alles an, was wir nicht mehr brauchen, aber andere vielleicht dringend suchen“, verriet Schumann und freut sich dabei über jeden Gast, der zum Stöbern oder Plauschen ein paar Minuten stehen bleibt.

Der Pflingst-Flohmarkt gehört für die meisten der Karlsminder Dauercamper zu ihrem Rückzugsort wie der eigene Wohnwagen und die gesellige Atmosphäre. Und trotz allem Ansturm und Trubel war überall noch Raum für ein paar freundliche Worte und das eine oder andere kühle Bier. Auf dem Karlsminder Campingplatz weiß man miteinander umzugehen. In der Runde der eingefleischten Camper oder auch mit tausenden Gästen.

Für Brigitte Bergendahl aus Ascheffel war der Trubel hingegen fast ein wenig viel. Sie war ohne Kaufwunsch los gezogen und hatte am Ende ein großes Gemälde erstanden. „Ein Zufallsschnäppchen“, wie sie sagte. Viel größer solle der Markt aber nicht werden, meinte sie, damit Übersicht und Gemütlichkeit nicht verloren gingen.

Das ist Sache des Organisators Klaus Wilke. Gewachsen sei der Markt aufgrund von Mundpropaganda und Berichterstattung, so der Campingplatzbetreiber. Und die Menschen schienen Lust auf das alljährliche Ereignis zu haben. Wilkes Fazit: „Die allermeisten Gäste und Aussteller waren sehr zufrieden – dann sind wir es auch“, zieht er Bilanz.

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