Schnee : Flockenflut an der Förde

Unermüdlich waren gestern die Mitarbeiter von Stadtgärtnerei und Bauhof im Einsatz.
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Unermüdlich waren gestern die Mitarbeiter von Stadtgärtnerei und Bauhof im Einsatz.

Die Verkehrsteilnehmer passen sich Wetterlage an: Nur ein Auffahrunfall in der Stadt. Die Mitarbeiter von Bauhof und Stadtgärtnerei hatten viel zu tun.

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30. Januar 2015, 06:48 Uhr

Eckernförde | Wenig Verkehr und kaum Fußgänger – der Schnee hatte gestern die Stadt fest im Griff. Schon frühmorgens waren über 30 Mitarbeiter von Bauhof und Stadtgärtnerei im Einsatz und haben bis zum Nachmittag die Schaufel geschwungen und mit ihren insgesamt 16 Fahrzeugen Straßen und Bürgersteige geräumt. Bis um 8 Uhr morgens müssen sie schon einmal alle neuralgischen Punkte geräumt haben. „Wir achten bei der Anschaffung von Fahrzeugen darauf, dass sie auch alle für den Winterdienst eingesetzt werden können“, erklärt Uwe Winkelmann aus dem städtischen Bauamt. So lassen sich an den meisten Autos zum Beispiel auch Schneeschilde installieren.

Große Aussetzer gab es gestern nicht. Einzig einen Auffahrunfall mit Blechschaden meldete die Polizei bis 18 Uhr. Gleich am frühen Morgen hatten allerdings zwei Stadtbusse Pech: Wegen einer Baustelle war die Bergstraße in den vergangenen Tagen gesperrt gewesen. Vorgestern gab die Baufirma dann dem Stadtverkehr Bescheid, dass die Arbeiten abgeschlossen seien und die Busse die Straße wieder passieren können. „Allerdings hatte sie vergessen, auch die Stadt in Kenntnis zu setzen, so dass der Räumdienst nicht informiert war“, erklärte Stadtverkehr-Chefin Kerstin Bügler. Und so setzten sich gegen 7 Uhr gleich zwei Busse der Linie 1 auf dem ansteigenden Teilstück zwischen Lindenhof und Borbyer Kirche für drei Stunden im Schnee fest – es ging weder vor noch zurück. Erst als die städtischen Räumfahrzeuge die Straße freimachten, konnten die Busse ihre Fahrt fortsetzen. „Dadurch kam es natürlich zu Verspätungen“, so Kerstin Bügler. Ansonsten galt bei den Busfahrern das Motto: „Es geht nicht gut zu fahren, aber es geht.“

Die Meinung zu der weißen Pracht bei den Eckernfördern war geteilt: „Wenn man hinten fertig ist, kann man vorn gleich wieder anfangen“, sagte zum Beispiel Marco Heide aus der Frau-Clara-Straße, der seinen freien Tag statt mit einem ausgiebigen Frühstück mit einem ausgiebigen Frühsport an der Schneeschaufel beging. Sabine Borowski von „Chicki Micki“ in der St.-Nicolai-Straße dagegen fand den Schnee schön: „Besser als Regen.“

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