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Eckernförder Zeitung

22. Oktober 2017 | 22:07 Uhr

Kommandowechsel SEK M : Fliegender Wechsel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der scheidender Kommandeur der Spezialisierten Sondereinsatzkräfte der Marine (SEK M) , Fregattenkapitän Stephan Plath, schwebte mit dem Fallschirm zu seiner eigenen Verabschiedung ein. Nachfolger ist Fregattenkapitän Buddenbohm.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 06:26 Uhr

Es war wohl der außergewöhnlichste Antritt eines scheidenden Kommandeurs zu seiner eigenen Verabschiedung: Fregattenkapitän Stephan Plath (42) schwebte anlässlich der Kommandoübergabe an seinen Nachfolger, Fregattenkapitän Buddenbohm, am Fallschirm hängend zu den angetretenen Soldaten der Spezialisierten Sondereinsatzkräfte der Marine (SEK M) ein. Plath, der seit dem 25. November 2010 den Verband befehligte, verlässt zunächst die aktive Truppe und wird für die nächsten zwei Jahre Referent im Bundeskanzleramt. In seine Dienstzeit entfielen Herausforderungen wie die Entsendung von Spezialisten der Minentaucherkompanie zur Kampfmittelbeseitigung im Kosovo und Afghanistan oder die Sicherstellung eines permanenten Einsatzes von Soldaten der Boardingkompanie während der Atalanta-Mission. „Ich danke euch für jeden klugen Rat, der mich vor überflüssigen Fehlern bewahrte“, sagte Plath, in dessen Zeit auch die Vorbereitung zur Aufstellung des zukünftigen Verbands Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM) fiel. Diese wird ebenfalls zum 1. April 2014 von dem aus der Minentaucher- und Boardingkompanie sowie Marineschutzkräften hervorgehenden Seebataillons im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr ergänzt.

Streichung und Anpassung von Rüstungsprojekten, Kürzung finanzieller Ausstattung, Standortsicherheit, veränderte Unterstellungsverhältnisse, Umstrukturierungen und nicht zuletzt der demografische Wandel mit Einfluss auf die Nachwuchsgewinnung waren Gegenstand der Ansprache von Kapitän zur See Peter Görg, stellvertretender Kommandeur der Einsatzflottille 1. Es sei ihm bewusst, dass die taucherische Basisausbildung aufgrund fehlender Infrastruktur nicht ganz einfach sei und zielte damit auf die seit Jahren in der Instandsetzung befindlichen, für die Taucherausbildung jedoch unabdingbare Taucherübungshalle ab, deren Fertigstellung vage für 2014 anvisiert ist. „Besondere und einzigartige Fähigkeiten, die es sonst nicht in der Marine, nicht in der gesamten Bundeswehr gibt, behalten ihren Stellenwert“, betonte Görg und verbreitete damit so etwas wie Planungssicherheit.

Unter den Klängen des Marinemusikkorps Ostsee erfolgte im Anschluss die Übergabe der Truppenfahne und damit das Kommando an den 41-Jährigen Stabsoffizier Fregattenkapitän Buddenbohm. Als ehemaliger Chef der Kampfschwimmerkompanie und später stellvertretender Kommandeur der SEK M betritt er mit dem neuen Dienstposten kein Neuland.


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