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Fleckebyer Segelyacht Milan auf Langstreckenregatta

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

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Mit Bestehen der Überprüfung nach den Vorgaben der ISAF (International Sailing Federation) haben hat die Crew der Fleckebyer Segelyacht Milan alle Hürden zur Teilnahme amTall Ship Race genommen. In Kristiansand/Norwegen standen zunächst gemeinschaftliche Veranstaltungen wie Sportwettbewerbe, Sightseeing und Crewparty mit den anderen Besatzungen im Vordergrund. 79 Schiffe mit insgesamt rund 3000 Seglern, 34 verschiedene Nationalitäten aus vier Kontinenten nahmen teil. Die Australier, Inder und Ecuadorianer hatten zur Anreise weit über 15  000 Seemeilen zurückgelegt

In der vergangenen Woche liefen dann alle Schiffe zum Start der Regatta aus und verabschiedeten sich mit einer Sailparade von fast zehn Kilometer Länge von Kristiansand.

Aus der schützenden Fjordwelt auslaufend empfing sie die Nordsee mit rauer See – steile Wellen um zwei bis drei Meter und Starkwind von sieben Beaufort aus Ost. „Anders als bei unseren Regatten vor der Haustür wird mit dem Wind gestartet, ein Attribut an die großen Segler wie sie Kruzenshternoder auch Roald Amundsen, damit sie als Rahsegler überhaupt erst mal Wind in die Segel bekommen“, sagte Skipper Andreas Tietzsch. „Damit die Regatta mindestens 300 Seemeilen (ca. 550 Kilometer) lang ist, führten uns die ersten Wegepunkte weiter in die Nordsee, anschließend Richtung Oslofjord und dann vorbei an Skagen ins Kattegat mit Ziel Aalborg“, so der Koseler. Die Crew in zwei Wachgruppen eingeteilt, stellte den kontinuierlichen Rhythmus des Seebetriebes sicher – Wachwechsel nachts alle vier Stunden, tags alle sechs Stunden. So ging es in die Nacht hinein.

Im Laufe des nächsten Tages nahmen Welle und Wind ab. „Gut für uns, besonders der Winddreher auf Nordwest.“, so Tietzsch Aber dann kam, was alle Segler nicht lieben – zum Abend setzte totale Flaute ein. An segeln war nicht mehr zu denken, die Schiffe drehten sich auf der Stelle treibend um die eigene Achse. „Wenn wir keine Regatta segeln würden, hätten wir längst die Maschine gestartet“, sagte Finn Clausen. Skipper Andreas Tietzsch: „Jetzt bekommt ihr das richtige Gefühl, das Flaute oft unschöner ist als Sturm.“ Es kam leichter Wind auf, und langsam ging es Richtung Oslofjord. Doch viele Segelstunden waren verloren. Die britische Regattaleitung, die alle Schiffsstandorte über AIS (Automatic Identification System) verfolgte, traf die Entscheidung die Regatta früher zu beenden, damit alle Schiffe rechtzeitig zum Segelfest in Aalborg sein konnten. Für viele Schiffe die richtige Entscheidung. Nur wenige Stunden nach Regattaende setzte ein starker bis stürmischer Westwind ein. „So hatten wir für die letzten 150 Seemeilen Richtung Aalborg eine super schnelle Reise“, berichtete Sebastian Tietzsch. „Schade, dass in Aalborg nun alles vorbei ist, es war eine tolle Erfahrung“, resümiert Ole Jansen. Nach einem großen Seglerfest in Aalborg löste sich die Tall Ship Armada 2015 auf. „Ich werde mit dem Langstreckensegeln weitermachen, die Weite der See und der Umgang mit den Naturkräften ist eine tolle Sache“, schwärmte Dennis Pardun.

Bei der Endauswertung erreichte die Crew der Milan folgende Platzierung: Platz fünf von zehn Schiffen ihrer Klasse und in der Gesamtbewertung Platz 25 von 79. 

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erstellt am 06.Aug.2015 | 06:42 Uhr

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