zur Navigation springen

Bürger SAMMELN IDEEN : Fleckeby will ein Dorf mit Zukunft sein

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Workshop in Fleckeby zur Dorfentwicklung in der Gemeinde / 45 Bürger sammeln Ideen für die Zukunft ihres Dorfes

Fleckeby | Bezahlbarer Wohnraum, ein attraktiver Dorfmittelpunkt, der Erhalt der ärztlichen Versorgung, ein Bürgergarten, Car-Sharing oder ein Bürgerbus – Ideen von den 45 Fleckebyern für ein lebenswertes Dorf an der Schlei gab es am Sonnabend reichlich. Um die Gemeinde fit für die Zukunft zu machen, hat die Gemeinde die Planungsgruppe Plewa beauftragt, einen Dorfentwicklungsplan aufstellen, in dem die Vorschläge der Bürger gebündelt werden. Denn Großteil der Ideen für die Zukunft soll von denen kommen, die es betrifft – den Fleckebyern selbst. „Wir wollen einfach herausfinden was gewünscht ist“, sagte Bürgermeisterin Ursula Schwarzer. Zudem ist ein Ortsentwicklungsplan Grundlage für eine künftige Förderung von Projekten. Die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) ist in Schleswig-Holstein das wichtigste Kofinanzierungsmittel für die Entwicklung der ländlichen Räume. Mit den Fördermitteln soll die Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gestärkt werden. Im Vordergrund stehen die Sicherung der Daseinsvorsorge und die Förderung der Ortskernentwicklung.

Im Oktober hat Cornelia Plewa und ihr Team mit den Arbeiten an dem Dorfentwicklungsplan für Fleckeby begonnen. Bis Ende März muss der Plan fertig sein, nur dann gibt es den 75-prozentigen Zuschuss für das rund 15  000 Euro teure Werk.

Gesprächsrunden mit der Gemeindevertretung und dem Handwerkerkreis hat es schon gegeben. Nach Politik und Gewerbe sollten nun also die Bürger Anregungen für die Zukunft ihres Dorfes geben. Am Sonnabend führte Cornelia Plewa daher gemeinsam mit ihren Kollegen Camilla Graetsch und Mats Krome durch den Tag.

Zu Beginn des Workshops stand eine Stärken-Schwächenanalyse an. Die Nähe zum Wasser, die Angebote für Familien mit Kindern und die gewerbliche Vielfalt wurde dabei von den Bürgern hervorgehoben. Und auch die Bilanz der vergangenen 15 Jahre kann sich sehen lassen. So wurde ein Bürger- und Sportzentrum errichtet, die Abwasserentsorgung und der Bauhof modernisiert und die U3-Betreuung ausgebaut. Handlungsbedarf wird bei einigen bei der Parkplatzsituation im Ort gesehen. Insbesondere wurde hier auf die Stellplätze bei der Bäckerei Detlefsen hingewiesen. Diese würden von Dauerparkern und Pendler blockiert werden.

Erhalten werden müsse die ärztliche Versorgung im Dorf, die Errichtung eines Gesundheitszentrums als ein Schlüsselprojekt der Dorfentwicklungsplanung. Hier kristallisiert sich das ehemalige Amtsgebäude als Standort dafür heraus. Die Vereine und Verbände wünschen sich zudem einen Ausbau des Dachgeschosses vom Bürgerzentrum, um dort Übungsräume einzurichten. Ein Wunsch, der aber aufgrund der zu erfüllenden Auflagen des Brandschutzes sehr kostspielig werden würde. „Das Handwerk sucht Gewerbeflächen“, teilte außerdem Ursula Schwarzer mit. Einige örtliche Betriebe wollten wachsen und das am liebsten in Fleckeby, das hätten ihr die Firmenchefs gesagt.

Trotz der Veränderungen, die gewünscht werden, war allen Bürgern wichtig, dass der dörfliche Charakter Fleckebys erhalten bleibt und dass sich die Gemeinde behutsam entwickeln soll. Auch wurde angeregt, dass regelmäßig Workshops stattfinden oder dass in Arbeitsgruppen Herausforderungen der Dorfentwicklung angepackt werden.

Sehr zufrieden zeigte sich Cornelia Plewa über die vielfältigen Ergebnisse des Workshops. „In den letzten Jahren wurde im Dorf viel erreicht“, sagte sie auf Nachfrage der EZ. Das mache Mut auch für die Zukunft.

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 07.Feb.2017 | 06:19 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen