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Kein Aktienkauf : Fleckeby widersteht der „Verlockung“ Foto: 

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fleckeby lehnt Aktienkauf bei der SH Netz AG ab / Feuerwehr erhält 2017 neues Mehrzweckfahrzeug

von
erstellt am 17.Dez.2016 | 06:47 Uhr

Das war knapp. Mit sieben Ja- und sieben Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung hat der Fleckebyer Gemeinderat eine Beteiligung an der SH Netz AG abgelehnt. Bereits im Finanzausschuss vor einer Woche gab es keine Mehrheit für den Aktienkauf bei dem Netzbetreiber. Während die Fürsprecher darin eine Chance sahen, den Gemeindehaushalt zu beleben, kam den Gegnern ein Aktienkauf fast schon einem unmoralischen Angebot gleich. Und so sah das Angebot aus: Kauf von mindestens 22, aber höchstens 77 Aktien der Schleswig-Holstein-Netz AG zum Stückpreis von je 4695,24 Euro mit einem Garantiezins von 2,73 Prozent auf das eingezahlte Geld für vier bis fünf Jahre sowie 100-prozentige Rückerstattung des Kapitaleinsatzes. Nach vier Jahren würde die Gemeinde gut 60  000 Euro einstreichen, nach fünf Jahren sogar 90  000 Euro. Für die Finanzierung wäre ein Kommunaldarlehen mit einem Zinssatz von 0.18 Prozent möglich.

Friedrich Nissen (SPD) bezeichnete die Option zwar als verlockend, originäre Aufgabe einer Gemeinde sei es aber nicht, in den Aktienhandel einzusteigen. „Wir können jeden Cent gebrauchen“, betonte Finanzausschussvorsitzender Rainer Röhl (FWG), ein Risiko sehe er nicht, da es sich um eine nicht-börsengehandelte Beteiligung handele. Auch Dr. Rolf Wenzel (CDU) riet zum Kauf, es sei auch die Pflicht einer Gemeinde, die Finanzen im Blick zu haben. Risikofrei ist es auch für Bürgermeisterin Ursula Schwarzer (SPD). „Eine gute Möglichkeit, Geld einzusetzen und Einnahmen nicht durch Umlagen wieder zu mindern.

Und im nächsten Jahr hat Fleckeby einiges vor. So soll die Feuerwehr ein neues Mehrzweckfahrzeug erhalten. Das vorhandene Auto ist 16 Jahre alt. Für die Anschaffung sind im Haushalt 80  000 Euro eingeplant. Vom Kreis wird ein Zuschuss von rund 24  000 Euro erwartet. Langfristig, so sieht es der Feuerwehrbedarfsplan vor, stehen weitere Investitionen für den Brandschutz an. So werde in den 2020er Jahren der Kauf eines LF 16/24 anstehen.

Außerdem soll in 2017 der Dorfentwicklungsplan auf den Weg gebracht werden. Planungskosten von 48  000 Euro sind im Haushalt eingestellt. Darin soll neben einer Bestandsaufnahme vor allem die weitere Dorfentwicklung planerisch vorbereitet und die Gemeinde durch die Realisierung von öffentlichen und privaten Vorhaben fit für die Zukunft gemacht werden. Viel erwartet die Gemeinde dabei auch von den Bürgern, die in dem Strategie- und Planungskonzept ihre Ideen für eine attraktive und lebenswerte Gemeinde einbringen sollen. In den Überlegungen spielen beispielsweise die demografische Entwicklung, das Ortsbild, Baugebiete, Leerstände, Wirtschaft, Handwerk oder auch das kulturelle Angebot eine Rolle.

Investiert werden soll auch weiter in den Vorplatz des Bürger- und Sportzentrums, nach 13  500 Euro in diesem Jahr, sollen noch einmal 15  000 Euro in die Hand genommen werden.

Voraussichtlich wird die Rücklage der Gemeinde im kommenden Jahr um 147    000 Euro auf gut 400    000 Euro sinken.  

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