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Eckernförder Zeitung

13. Dezember 2017 | 18:22 Uhr

Nach Xaver : Flachwasser und ein Schutzengel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Freiwillige Feuerwehr Eckernförde zieht eine Orkanbilanz mit neun Einsätze n und einer „sehr entspannten“ Lage. Ein Pizzabote hatte in der Prinzenstraße Glück im Unglück.

von
erstellt am 07.Dez.2013 | 05:45 Uhr

„Xaver“ ist Geschichte. Der Orkan wird als einer der harmloseren in die Sturm-Geschichte der Stadt eingehen, große Spuren hat er – glücklicherweise – nicht hinterlassen. Vielleicht auch deshalb nicht, weil sich alle Rettungsdienste und öffentlichen Stellen auf ihn vorbereitet haben und Veranstaltungen vorsorglich abgesagt haben – es hätte auch bei „Xaver“ deutlich schlimmer kommen können.

So aber war es für Wehrführer Meint Behrmann und seine Kollegen „sehr entspannt“. Unter dem Strich bilanzierte die Freiwillige Feuerwehr Eckernförde neun Sturmeinsätze zwischen Donnerstag und Freitag morgen. Am aufwändigsten war dabei der Einsatz auf dem Dach des Amtsgerichts in 13 Metern Höhe bei Orkanböen bis zu 10 Windstärken am Donnerstagnachmittag (wir berichteten).

Ein weiterer Einsatz hätte allerdings beinahe schlimme Folgen für einen Autofahrer gehabt: In der Prinzenstraße in Höhe Nr. 50 war am Donnerstag um kurz nach 21 Uhr eine große Birke durch die heftigen Windböen auf die Fahrbahn gestürzt und hat das fahrende Fahrzeug eines Pizza-Boten voll erwischt. Der Baum fiel nach Angaben der Feuerwehr auf die Motorhaube und die Windschutzscheibe. „Der Fahrer hatte eine großen Schutzengel, ihm ist nicht passiert“, sagte Behrmann. Bei einem Unfall in Eckernförde ist ein Radfahrer aufgrund des Sturms gestürzt und wurde leicht verletzt.

Darüber hinaus wurde die Feuerwehr zu einigen, kleineren Baumeinsätzen gerufen. Dreimal hintereinander musste die Wehr gestern früh zur Förde Sparkasse ausrücken, weil die Brandmeldeanlage Alarm ausgelöst hatte – passiert war allerdings nichts.

„Es ist alles wider Erwarten sehr glimpflich abgelaufen“, sagte Meint Behrmann. Alle getroffenen Vorsichtsmaßnahmen seien „richtig und wichtig“ gewesen – „besser so als am 28. Oktober“, zog der Wehrführer einen Vergleich mit dem Orkan „Christian“, der alle in seiner Heftigkeit mehr oder weniger überrascht und allein für die Wehr in Eckernförde zu über 100 Einsätzen geführt hatte.

Jetzt gilt es angesichts des Flachwassers auf den Rückschwall zu achten. Das Hochwasser an der Ostsee wurde laut Behrmann mit ein bis eineinhalb Meter über Normal angekündigt. „Das ist für Eckernförde unkritisch“.

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