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Krafttraining in Eckernförde : Fitness in der Stadt und am Strand: „Einfach machen!“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jan-Ole Hoffmann von der Streetworkout-Gruppe „BalteckBars“ setzt auf Fitnesstraining im öffentlichen Raum. Geturnt wird auch am Strand.

Eckernförde | „Für Jugendliche wird nichts in Eckernförde gemacht.“ Diesen Ausspruch kann Jan-Ole Hoffmann (20) nicht bestätigen. Im Gegenteil: Manchmal muss man einfach nur mal fragen. Der ehemalige Eckernförder Waldorfschüler war fasziniert vom neuen Fitnesstrend Streetworkout. „Das will ich auch“, dachte er sich und legte los. Trainiert wird mit so wenig Ausrüstung wie möglich. Alles wird dabei zum Trainingsgerät: Bänke, Mauern, Hauswände. Klimmzüge, Liegestütze und Sit ups in allen Variationen sind Grundsteine dieses Sports.

Zunächst ging Jan-Ole Hoffmann allein dem Sport nach, beschäftigte sich viel mit Anatomie, machte seinen Trainerschein und gründete schließlich die Streetworkout-Gruppe „BalteckBars“, die heute 60 Mitglieder zählt. Doch eines fehlte der Gruppe noch: eine Reckstange, an der neben Klimmzügen auch weitere Übungen möglich sind. Also ging Hoffmann zur Touristik und sprach mit Geschäftsführer Stefan Borgmann. „Kein Problem“, war die Antwort. Kurze Zeit darauf standen zwei Turnstangen am Strand neben der DLRG-Hauptwache, etwas später folgte ein Barren.

„Wenn jemand eine Idee und ein Konzept hat, honorieren wir das auch“, sagt Stefan Borgmann. Zumal die angefragten Geräte nicht zu teuer waren und auch anderen Strandbesuchern zugute kommen. Auch Kinder und Erwachsene nehmen die neuen Turngeräte gut an. Für Borgmann ist das ein weiterer Grundstein zur Attraktivierung des Kurstrandes, der in den vergangenen Jahren ständig erweitert wurde: Minigolfanlage, neue Spielschiffe, barrierefreie Strandeingänge, sanierte WC-Anlagen und zuletzt die Strandterrasse gehören dazu.

Für die Gruppe BalteckBars gab es nur ein Problem: Die Reckstangen waren für Klimmzüge zu niedrig. Da sprang jetzt das Unternehmen „TWL Technologie GmbH“ in der Bahnhofstraße ein. Der Hersteller von Heizungs-, Warmwasser und Sonderspeichern unterstützt viele Projekte im sportlichen und sozialen Bereich durch Sponsoring. Geschäftsführer Lorenz Dobrot erklärte sich bereit, sich an der Errichtung einer neuen Reckstange mit 500 Euro zu beteiligen. Sie steht seit Kurzem an dem selben Strandabschnitt.

„Wir machen viel für unsere Touristen, wollen aber auch die Bürger mitnehmen“, sagt Stefan Borgmann und ruft die Bürger dazu auf, der Touristik Ideen und Vorschläge mitzuteilen. „Wir reagieren nach Möglichkeit auf den Bürgerwunsch“, so Borgmann. „Nur müssen wir ihn natürlich auch kennen.“

Für Jan-Ole Hoffmann hat sich gezeigt: „Man muss einfach nur machen“, sagt er. „Make it“ ist deshalb auch sein Motto, das er auf seinen T-Shirts demonstrativ zur Schau trägt. Zurzeit ist er dabei, aus der Interessensgruppe der BalteckBars einen Verein zu machen. Mitmachen kann dabei jeder, der seinen Körper trainieren will. Auch Menschen, die bislang wenig Erfahrung mit Sport haben, können ihre Fitness durch die Übungen stufenweise steigern. Wer Interesse hat, kann immer mittwochs um 19 Uhr und sonntags um 17 Uhr in der Sporthalle der Waldorfschule vorbeischauen.

> https://www.facebook.com/balteckbars/

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erstellt am 24.Jul.2017 | 18:40 Uhr

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